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Martin Ephraim starb vor 70 Jahren im KZ

Am 4. April vor 70 Jahren brachten die Nationalsozialisten Martin Ludwig Ephraim um. Der Kommerzienrat war ein Wohltäter von Görlitz. Für die Nazis war er nur ein Jude. Er wurde am 23. März 1860 als Sohn...

Am 4. April vor 70 Jahren brachten die Nationalsozialisten Martin Ludwig Ephraim um. Der Kommerzienrat war ein Wohltäter von Görlitz. Für die Nazis war er nur ein Jude. Er wurde am 23. März 1860 als Sohn des jüdischen Kaufmanns Lesser Ephraim und dessen Ehefrau Henriette in der Jakob-straße 5 geboren. Sein Vater hatte 1852 einen Eisenwarenhandel gegründet. Ab 1. April 1878 ging Martin dort in die Lehre, setzte diese in Brüssel fort. 1883 wurde er Teilhaber der Firma, 1891 alleiniger Inhaber. Er heiratete 1884 Hildegard Rauthe, hatte vier Kinder. Martin Ephraim war viele Jahre Stadtverordneter und setzte sich für die Gestaltung eines neuen Wohngebietes zwischen Blockhaus und Schützenhaus ein. Die Übersiedlung des Eisenwarenhandels auf die Zittauer Straße 76 steht damit im Zusammenhang. Ephraim ließ 1907 die Villa Goethestraße 16/17 errichten, die als schönste Jugendstil-Villa der Stadt Görlitz gilt. Er engagierte sich für die Schlesischen Musikfeste und gab viel Geld für Museen, aber auch für soziale Zwecke. Als Senior übersiedelte er ins Riesengebirge. Die Nazis deportierten den 84-Jährigen 1944 in das KZ Theresienstadt. (SZ/rs)

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