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Marusha bringt Radeberger Turnhalle zum Brodeln

Die Techno-Queen zog Sonnabendnacht weit über 500 Fans in die ehemalige Turnhalle auf der Pulsnitzer Straße.

Von Bernd Goldammer

Als Marusha, die weltbekannte Botschafterin des Technos nach Radeberg kam, war der Saal bereits brechend voll. Ihr Part war nach Mitternacht geplant. Im Saal legte zu diesem Zeitpunkt die USC Crew Radeberg auf. Den Startschuss hatte das Studio 40 aus Ottendorf gegeben. Die ganze Halle war aufgeheizt, als die Techno-Queen zur Bühne ging.

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„Disco Port“ in Radeberg erlebte seinen Höhepunkt. Hände gingen hoch, immer wieder brach Jubel aus. „Genau das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Sie ist die Ikone des Techno-Sounds“, schwärmen Paul Wangel und seine Freundin Charlotte. Für die beiden Leipziger war Radeberg am Sonnabend das Ziel der Wünsche. Für sie gehört Marusha zu den bedeutendsten Medienpersönlichkeiten des deutschen Entertainments. Sie ist unverwechselbar und hat ihren ganz eigenen Stil, egal ob sie als Discjockey, als Musikproduzentin, Moderatorin oder Schauspielerin in Erscheinung tritt.

Marusha ist immer Marusha. Ihre Erfolgsgeschichte begann bereits 1990. Damals wurde sie nach Berlin geholt um für DT 64 und später für Rock Radio B und Radio Fritz eine neue Radiosendung zu entwickeln. Hier setzte ihre beispiellosen Karriere ein. Plötzlich wurde sie zu Events in die interessantesten Projekte der Welt einbezogen. Sie brachte die Lokalitäten in vielen Großstädten dieser Erde zum Brodeln. Und auch bei vielen Love-Parades war sie dabei. Seit Duisburg hat diese Veranstaltungsform eine Zäsur erlebt. Geblieben ist eine Künstlerin mit einer großartigen Aura, die nach wie vor über eine große Anziehungskraft verfügt. Das war Sonnabend klar zu spüren. Gegen 22 Uhr setzte ein enormer Besucherstrom ein. Das Team um die Veranstalter Johannes Baumgärtel und René Brückner von der Agentur B&B aus Feldschlößchen hatte die Situation in jeder Minute im Griff. Eine erfahrene Security-Firma war engagiert worden, und auch programmtechnisch lief alles wie am sprichwörtlichen „Schnürchen“. Auf der Straße rund um das Veranstaltungsgelände waren zu diesem Zeitpunkt gut geschulte Security-Leute im Einsatz. Das wurde auch von den Gästen sehr gelobt, weil es zum erfreulichen Image dieser Veranstaltungen beiträgt. „Ich glaube, mit dieser Nacht ist Radeberg zu einem Anlaufpunkt für Fans der Techno Kultur geworden“, schwärmt Linda Großmann aus Dresden. Sie erzählt, wie sie Marusha für sich entdeckt hatte. „Somewhere over the Rainbow “ war der Anknüpfungspunkt. Es war ein Welt-Hit für uns. Damit begeisterte sie nicht nur die Tänzer bei der Love-Parade oder beim Mayday, sondern auch uns“, erzählt die heute 35-Jährige. Als Marusha an die Plattenteller ging, war sie nicht mehr zu halten. Sie warf sich zusammen mit über 500 anderen Gästen in die Marusha-Stimmung.

Gestern Mittag war aufräumen angesagt. Und ein großes Fragezeichen stand über der alten Turnhalle auf der Pulsnitzer Straße. Wann gibt es den nächsten „Disco Port“ in Radeberg? Johannes Baumgärtel: „Der Erfolg der letzten Nacht hat gezeigt, dass das Publikum für diese Veranstaltungen in großer Zahl vorhanden ist. Doch vorher wird man das Gespräch mit der Stadt suchen. Die Bedingungen für diese Veranstaltungsform müssen den Realitäten angepasst werden. Fakt ist: „Disco Port“ in Radeberg hat neue Maßstäbe gesetzt.