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Masken-Verweigerer sind in der Minderheit

Wie eine Exklusiv-Umfrage nahelegt, halten sich die meisten Sachsen an die Corona-Regeln. Auch das Management der Politik wird gelobt.

© dpa

Dresden. Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und Berichten über Partys und Demos ohne Abstand sowie über Maskenverweigerer nehmen die Appelle zum Einhalten der wenigen noch gültigen Corona-Regeln zu. Erst am Wochenende hat der Ärzteverband Marburger Bund zu einem konsequenteren Einhalten von Abstand, Hygiene und  Maskenpflicht gemahnt. Die Vorsitzende Susanne Johna sprach von einem kleinen Teil der Bevölkerung, der sich nicht an die Schutzregeln halte.

Diese Einschätzung trifft sich mit den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage, die Sächsische.de gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey gestartet hat. Dessen Ergebnis legt nahe, dass Maskenverweigerer und Co. tatsächlich in der deutlichen Minderheit sind.

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Auf die Frage "Halten sich die Personen in Ihrer direkten Umgebung Ihrer Einschätzung nach an die Corona-Schutzmaßnahmen der Bundes- und Landesregierungen?" antworten rund 63 Prozent der Sachsen mit Ja. Rund 24 Prozent schätzen hingegen ein, dass die Regeln in der direkten Umgebung gebrochen werden. 13 Prozent sind bei der Frage unentschieden.

Der Vergleich zur bundesweiten Auswertung der Frage zeigt jedoch zugleich, dass in Sachsen offenbar häufiger Corona-Regelverstöße beobachtet werden. So geben rund 69 Prozent der Deutschen an, dass sich die Personen in ihrer direkten Umgebung an die verordneten Corona-Schutzmaßnahmen halten - das sind sechs Prozentpunkte mehr als in Sachsen. Zugleich sagen nur 21 Prozent der Deutschen, dass sich die Menschen im direkten Umkreis nicht an die Corona-Regeln halten. Rund 11 Prozent sind bei der Frage unentschieden. 

Die Daten einer weiteren Umfrage zeigen zudem, dass der Rückhalt für diejenigen, die über die Corona-Regeln bestimmen, groß ist. So sagen derzeit rund 58 Prozent der Sachsen, dass sie mit dem Corona-Krisenmanagement im Freistaat zufrieden sind. Rund 27 Prozent sind hingegen unzufrieden. Rund 15 Prozent sind bei der Frage unentschieden.

Da die Daten seit Mitte März regelmäßig erhoben werden, ist auch ein Blick auf die Entwicklung der Zahlen möglich. Hier zeigt sich, dass - mit Ausnahme eines kurzen Zeitraums Mitte März - die Zahl der Zufriedenen stets größer war als die Zahl der Unzufriedenen. Seit etwa Ende Juni sind die Zahlen relativ stabil.  

Der Blick in die Nachbar-Bundesländer zeigt jedoch auch, dass der Rückhalt für die Landesregierung durchaus größer sein könnte. So sind derzeit rund 66 Prozent der Thüringer zufrieden mit dem Krisenmanagement ihrer Landesregierung. In Sachsen-Anhalt und Brandenburg sind es jeweils rund 61 Prozent.  

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