merken
PLUS Görlitz

Charmante Bitte um Abstand

Ladeninhaber können die Maskenpflicht mit ihrem Hausrecht durchsetzen. Aber sie machen es anders: von kreativ bis anschaulich.

© Fotos: Nikolai Schmidt / Collage: SZ

Masken, Masken, Masken - ob an der Tankstelle oder beim Einkaufen, das Tuch vor dem Mund ist Pflicht. Gerade jetzt während der Hochsommertemperaturen ist der Stoff vor dem Mund für viele eher lästig. Und natürlich kommt die Frage auf: Muss das sein?

Die offizielle Variante ist diese: Es gibt keine allgemeine Maskenpflicht im Freistaat. Es wird jedoch dringend empfohlen, im öffentlichen Raum eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, und Mund und Nase durch einen einfachen Mundschutz oder beispielsweise durch ein Tuch oder einen Schal abzudecken. Ein Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme.

Anzeige
Wohlbefinden fängt bei den Füßen an
Wohlbefinden fängt bei den Füßen an

Mit der Marke Xsensibel bietet Ihnen die Preuß Gesunde Schuhe GmbH ab sofort eine gelungene Verbindung aus Funktion und modisch-sportlichem Look.

Gebot ist eine solche Mund-Nasen-Bedeckung auch in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Ladengeschäften, erklärt der Freistaat auf seiner Internetseite. Gut, soweit geklärt. Neulich im Kaufland: Die Kassiererin sitzt völlig maskenfrei hinter ihrer Kasse. „Karte oder bar?“, fragt sie freundlich. Ist das denn erlaubt? Ja, sagt Falk Werner Orgus. Er ist Chef des Ordnungsamts des Kreises. Zwar gilt die Maskenpflicht in Geschäften auch für Personal. Wenn eine Plastikscheibe zwischen Kunden und Verkäufer aufgebaut ist, greift sie aber nicht.

Zwar sind Verstöße in Sachsen auch in Verkehrsmitteln und in Läden nicht bußgeldbewährt. Im Fall der Fälle aber können Geschäftsinhaber von ihrem Hausrecht Gebrauch machen. Viele Läden aber versuchen es auf ganz andere Weise: von freundlich bis lustig. Herzlich beispielsweise geht es an der Eingangstür von H&M in der Straßburg-Passage in Görlitz zu. Mit dem Slogan „Im Herzen nah – trotz 1,5 Meter Abstand“ erinnert die Modekette ihre Kunden an die Regelungen. Das Modegeschäft Engelheym auf der Steinstraße versucht das Beste aus der Lage zu machen und nutzt das Abstandsgebot für ein Wortspiel: Hier finde man „mit Abstand“ die schönsten Kleider. Zur Erinnerung an die Maske gibt es außerdem den Hinweis: „Euer Lächeln tragt ihr in den Augen.“ Nicht nur in den Augen, sondern auch direkt auf der Maske trägt das Lächeln eine Dame, mit deren Foto Bergmann’s Mode, ebenfalls auf der Steinstraße, auf die Maskenplicht hinweist. Und darauf, Rücksicht aufeinander zu nehmen.

©  Nikolai Schmidt
©  Nikolai Schmidt
©  Nikolai Schmidt
©  Nikolai Schmidt
©  Nikolai Schmidt
©  Nikolai Schmidt
©  Nikolai Schmidt
©  Nikolai Schmidt
©  Nikolai Schmidt
©  Nikolai Schmidt

Die Haar-Profis am Postplatz machen es anschaulich: Neun Piktogramme auf einem Aufsteller zeigen, was bei dem Friseur derzeit geht und was nicht. Eine Zeichnung hängt bei Depot auf der Berliner Straße an der Tür. Das Geschäft verkauft Wohnaccessoires. Entsprechend hält die Dame auf der Zeichnung eine Vase in der einen Hand und einen Einkaufskorb – jeder Kunde soll einen nehmen – in der anderen. Deutlich mehr Lesestoff bietet dagegen Mäc Geiz an der Tür – auf gleich vier Hinweisschildern.

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Görlitz