merken
PLUS Dresden

Corona: OB hat Masken für Dresdner bestellt

Ab Montag darf in ganz Sachsen nur mit Schutzmaske eingekauft und Bahn gefahren werden. Dresden hat das gefordert - und stellt etliche zur Verfügung.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sagt, Dresden ist für die Maskenpflicht gewappnet
Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sagt, Dresden ist für die Maskenpflicht gewappnet © René Meinig

Dresden. Es sei eine mutige, aber richtige Entscheidung, sagt Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Die sächsische Landesregierung hat am Freitag eine Maskenpflicht für alle Sachsen erlassen. Wäre dies nicht erfolgt, hätte Hilbert eine entsprechende Verordnung für die Stadt Dresden erlassen, hatte dieser angekündigt. "Wir sind gut vorbereitet." 

Damit meint OB Hilbert, dass er in der kommenden Woche die Lieferung von 200.000 Mund- und Nasenschutzmasken erwartet. Diese werden von Dresdner Unternehmen gefertigt. Rund 100.000 Euro hat die Stadt das gekostet, sagt Hilbert. Er gehe davon aus, dass die 200.000 Masken reichen, auch wenn Dresden mehr als 560.000 Einwohner hat. "Viele Dresdner haben sich bereits selbst versorgt."  

Jubel
Zwei echt starke Jubiläen
Zwei echt starke Jubiläen

Die gedruckte Sächsische Zeitung wird 75 Jahre alt. Digital gibt es uns seit 25 Jahren. Beide Jubiläen wollen wir feiern - und Sie können dabei gewinnen.

Über das Coronavirus informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

Die 200.000 Masken sollen vordringlich für die Dresdner sein, die es noch nicht geschafft haben, sich selbst eine anzuschaffen, außerdem sozial Schwächere wie auch Obdachlose. Die Masken werden laut Hilbert in den Stadtbezirksämtern und in sozialen Einrichtungen verteilt. "Das Land hatte ja gesagt, jeder müsse sich selbst kümmern, wir sind da etwas sozialer." 

Außerdem gehe Hilbert davon aus, dass Inhaber von Geschäften wie Baumärkten ihren Kunden Masken zur Verfügung stellen. "Wer diesbezüglich Bedarf hat, wir haben Kontakte zu Dresdner und sächsischen Herstellern", sagt Hilbert. Diese sind auf der Homepage der Stadt angegeben. Die Dresdner Verkehrsbetriebe werden ihren Kunden auch Masken geben.

Mehr zum Coronavirus:

Hilbert glaube nicht, dass es Probleme geben werde, ausreichend Masken für die Dresdner zur Verfügung zu haben. "Wir benötigen diese Maskenpflicht, um schrittweise die Auflagen zu lockern und Geschäfte wieder zu öffnen."

Der Oberbürgermeister erwarte nun gespannt die ausformulierte Verordnung des Landes, um genau zu wissen, welche Regeln ab wann gelten. "Dann können wir uns auf die Lockerungen vorbereiten."

Der Anspruch werde nicht geringer, weil weiterhin das wichtigste Ziel sei, das Coronavirus einzudämmen. "Dafür sind die Masken ein wesentlicher Beitrag, das zeigen auch die Zahlen aus asiatischen Ländern, aber auch aus Jena, wo bereits eine Maskenpflicht gilt", so Hilbert.

Weiterführende Artikel

Wo es jetzt Mundschutz in Dresden gibt

Wo es jetzt Mundschutz in Dresden gibt

Ab Montag sind Masken in Bussen, Bahnen und Geschäften Pflicht. Wo es diese in Dresden zu kaufen gibt, was sie kosten und was SZ-Leser zur Pflicht sagen.

Nachrichten und Hintergründe zum Coronavirus bekommen Sie von uns auch per Email. Hier können Sie sich für unseren Newsletter zum Coronavirus anmelden.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden