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Maurer soll schwangere Freundin ermordet haben

Dresden - Sieben Monate nach dem tödlichen Angriff auf seine schwangere Freundin steht ein Maurer aus Heidenau von diesem Montag an vor der Schwurgerichtskammer des Dresdner Landgerichts. Die im vierten...

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Dresden - Sieben Monate nach dem tödlichen Angriff auf seine schwangere Freundin steht ein Maurer aus Heidenau von diesem Montag an vor der Schwurgerichtskammer des Dresdner Landgerichts. Die im vierten Monat Schwangere und das Ungeborene starben, nachdem der 27-Jährige die Frau mit einem Küchenmesser schwer verletzt hatte. Kurz nach seiner Festnahme hatte der Mann gestanden. Die Anklage wirft ihm Mord vor und dass er bei der Tat um die Schwangerschaft der Freundin wusste, wie Oberstaatsanwalt Frank Heinrich am Freitag der dpa sagte. Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht dem Angeklagten lebenslange Haft.

Er soll am 18. Juli 2004 in seiner Wohnung 19 Mal auf die Freundin eingestochen haben. Der Fötus erstickte nach dem Tod der Frau. Laut Heinrich weist derzeit nichts auf eine Schuldunfähigkeit des Mannes hin, der aber nicht zum ersten Mal aggressiv geworden sei. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich heraus, dass er 1999 mit einer Schere einen Schlafenden schwer verletzt und 2002 seine damalige Freundin mit einem Küchenmesser in den Hals gestochen haben soll. Beide Opfer überlebten. Die Ermittlungen wurden eingestellt, weil ihm die Taten nicht nachgewiesen werden konnten. (dpa)