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Der Maler mit musikalischen Anklängen

Freital geht neue Wege, um die Max-Klinger-Sonderschau auf Schloss Burgk erlebbar zu machen. Museumsdirektor Rolf Günther spielt selbst die Hauptrolle.

Museumsdirektor Rolf Günther bei den Dreharbeiten für einen Rundgang durch die Max-Klinger-Sonderausstellung im Freitaler Schloss Burgk.
Museumsdirektor Rolf Günther bei den Dreharbeiten für einen Rundgang durch die Max-Klinger-Sonderausstellung im Freitaler Schloss Burgk. © Stadt Freital

Eine Sonderausstellung, die keiner besuchen kann? Nichts wert. Ganz abgesehen vom Aufwand, den das Team um Museumsdirektor Rolf Günther damit hatte, die Max-Klinger-Schau auf Schloss Burgk zu organisieren und aufzubauen. Vergebene Liebesmüh. Deshalb musste eine Lösung her, die wenigstens noch ein bisschen was rettet. Die haben die Macher gefunden und einen Film gedreht, der jetzt für alle Interessierten im Internet abrufbar ist. 

Am 4. April 2020 jährte sich der Todestag des Bildhauers, Malers und Graphikers Max Klinger zum hundertsten Mal. Aus diesem Anlass hatten die Städtischen Sammlungen Freital in Zusammenarbeit mit der Letter Stiftung Köln sieben der bekanntesten Zyklen Klingers in einer Sonderausstellung zusammengetragen. Allerdings musste die Ausstellungseröffnung aufgrund der Corona-Epidemie ausfallen. Die Sammlungen auf Schloss Burgk sind aus gleichem Grund seit Mitte März geschlossen.

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Für Kunstliebhaber und Freunde des Museums gibt es nun aber eine Möglichkeit, doch noch in den Genuss der graphischen Arbeiten zu kommen. In Kooperation mit dem Soziokulturellen Zentrum Freital und ihrem Format "LifeArt TV" wurde ein virtueller Besuch produziert. Das Besondere dabei: Museumsdirektor Rolf Günther führt die Zuschauer persönlich durch die Schau und erzählt Wissenswertes und Interessantes rund um die Werke der Sonderausstellung.

"Verlassen" ist der Titel dieser Graphik von Max Klinger.
"Verlassen" ist der Titel dieser Graphik von Max Klinger. © LETTER Stiftung, Köln

"Er liebt einen aphoristischen Nietzschestil oder, musikalisch gesprochen, das Anschlagen eines Themas, dem er ein Vorspiel vorausschickt, das er dann mannigfach variiert, abschweifend unterbricht, um schließlich, meist höchst gesteigert oder auch leise verklingend, das Thema plötzlich zu Ende zu führen.“ Diese wunderbare Charakterisierung des graphischen Schaffens Klingers stammt von seinem frühen Biographen Max Schmidt – und bringt auf den Punkt, was die interessierte Zuschauerschaft in der Sonderausstellung erwartet.

Klinger arbeitete von 1879 bis 1915 innerhalb seiner graphischen Produktion nach diesem Schema. In dieser Zeit entstanden 14 Zyklen, die, mit einer Opus-Zahl versehen, auf Klingers musikalische Affinität verweisen. Diese Zyklen gehören zum Besten, was im Bereich der Künstlergrafik in Deutschland geschaffen wurde und noch bis heute seine außerordentliche Sonderstellung unter Beweis stellt.

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Vom 22. März bis zum 10. Mai läuft die Sonderschau mit den einmaligen Leihgaben. Die Ausstellungsmacher um Rolf Günther hoffen, dass wenigstens noch in den letzten Tagen Besucher in die Räume dürfen. So wäre die Mühe doch nicht ganz umsonst gewesen und die Ausstellung wäre für die Besucher doch noch etwas wert.

Die Sendung kann abgerufen werden unter www.lifeart-tv.de.

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