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Winter mitten im Sommer

Maxen kommt jetzt in Dresden groß raus. Im Albertinum ist ein besonderes Bild zu sehen, zu dem Jutta Tronicke schon viel weiß. Ein Geheimnis gibt es noch.

Das gar nicht blaue Blaue Häusl in Maxen ist auf den Maler Raden Saleh zurückzuführen, der ein ungewöhnliches Bild von Maxen malte.
Das gar nicht blaue Blaue Häusl in Maxen ist auf den Maler Raden Saleh zurückzuführen, der ein ungewöhnliches Bild von Maxen malte. © - keine Angabe im huGO-Archivsys

Das kleine Maxen schreibt im großen Dresden Geschichte. Ab 13. August zeigt das Albertinum ein Bild, das in Maxen entstand und den kleinen Ort zeigt. Doch nicht nur deshalb ist es ein besonderes Bild. Die  "Winterlandschaft in Maxen" von Raden Saleh wurde dem Albertinum als vorläufige Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. 

So sieht der Winter bei Maxen aus, wie ihn Raden Saleh gesehen und gemalt hat.
So sieht der Winter bei Maxen aus, wie ihn Raden Saleh gesehen und gemalt hat. © SKD, Elke Estel/Hans-Peter

Entstanden ist das Bild den Dresdner Fachleuten zufolge vermutlich bei Salehs Aufenthalt in Maxen im Jahr 1848. Zuvor war er schon 1847/48 von Paris aus einige Monate in Maxen bei Familie Serre gewesen. Im Winter 1848/49 nahm er erneut die Reise nach Maxen auf sich. Familie Serre zog sich in der Zeit der Revolution auf ihr Gut nach Maxen zurück und bot dort neben Raden Saleh auch anderen befreundeten Künstlern wie Clara und Robert Schumann Zuflucht. In dieser Zeit und Stimmung malte Saleh die  stillen, verschneiten Hänge bei Maxen. Ein ungewohntes Bild, malte er doch sonst eher dynamisch bewegte Tierdarstellungen.

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Häusl-Besitzerin und Saleh-Kennerin

Jutta Tronicke ist seit 1997 die Eigentümerin des gar nicht blauen Blauen Häusls in Maxen, das seine Entstehung Raden zu verdanken hat. Er war zwischen 1839 und 1849 in Maxen und beteiligte sich am Bau des Gartenpavillons im orientalischen Stil. Jutta Tronicke hat  sich nicht nur dem kleinen Gebäude, sondern auch dem Maler verschrieben. Sie weiß vielleicht nicht alles über ihn und seine indonesische Heimat, die sie auch schon besuchte, aber dennoch sehr viel. Trotzdem bleiben immer noch Rätsel. Eines ist der private Besitzer der "Winterlandschaft", der das Bild dem Albertinum zur Verfügung stellte. Jutta Tronicke hofft, ihn persönlich noch über den Raden Saleh-Experten Werner Kraus kennenzulernen. 

Zunächst aber lernt Jutta Tronicke am 8. September den indonesischen Botschafter kennen. Der besucht an diesem Tag das Dresdner Albertinum und natürlich ihr Blaues Häusl in Maxen. Dort hat sie in den vergangenen Jahren schon viele internationale Gäste begrüßt und für hiesige Konzerte und Tage der offenen Tür organisiert. 

Das Albertinum ist außer montags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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