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Mehr als 10000 Personen ohne Job

Durch den Winter steigt die Arbeitslosenquote an – allerdings nicht so stark wie üblich. Es gibt auch wieder mehr Stellen.

© dpa

Sebnitz. Zum Jahresbeginn 2016 ist die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge angestiegen. Der Anstieg sei typisch, weil zum Jahresende Beschäftigungen beendet werden oder befristete Arbeitsverträge auslaufen, sagt Karl-Heinz Puy, der Vize-Agenturchef. Außerdem machen Gewerbe, die auf das Wetter angewiesen sind, Pause – etwa in der Hotel- und Gastrobranche und bei Bau und Gartenbau.

Im Januar meldeten im Landkreis sich 1558 Personen arbeitslos, deutlich mehr als im Dezember. Da waren es 797 Personen. Insgesamt sind 10011 Frauen und Männer ohne Job. 455 Arbeitslose fanden im Januar eine neue Arbeit. Das sind 36 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,9 Prozentpunkte. Sie liegt aktuell bei 7,7 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 8,7 Prozent.

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Die Arbeitslosigkeit entwickelt sich in den Geschäftsstellen unterschiedlich. In der Sebnitzer Region und im Pirnaer Stadtgebiet kletterte die Quote mit 1,4 und 1,1 Prozentpunkten stärker als im Osterzgebirgsraum. In Freital erhöhte sich die Arbeitslosenquote um 0,5 Prozentpunkte auf 7 Prozent. Dippoldiswalde hat mit 5,7 Prozent die niedrigste Quote im Landkreis, 0,8 Prozentpunkte mehr als im Dezember.

Mehr Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Landkreis hat sich zu Jahresbeginn erhöht. 3 720 Einwohner waren im Januar ein Jahr oder länger ohne Arbeit. Bei den unter 25-Jährigen ist die Arbeitslosenzahl innerhalb des letzten Monats um 52 Personen gestiegen. Damit waren im Januar 578 junge Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der älteren Arbeitslosen überdurchschnittlich zurückgegangen. Im Januar waren 4 178 Personen über 50 Jahre arbeitslos gemeldet, 11 Prozent weniger als im Dezember.

Positiv stimmen die Arbeitsagentur die Signale der Unternehmen, sagt Puy. „Sie suchten nämlich gleich zum Jahresbeginn wieder mehr Personal.“ 422 neue Arbeitsstellen wurden registriert. Damit gibt es aktuell 1 379 zu besetzende Stellen im Landkreis, mehrheitlich im Gesundheits- und Sozialwesen.

Auf dem Ausbildungsmarkt kommen bereits 845 Bewerber auf 806 betriebliche Berufsausbildungsstellen. Das sind im Vergleich zum Vormonat 55 Bewerber und 82 Stellen mehr. (SZ/asc)