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Mehr als 70 Boote für die Fischer

Pirna. Unter anderem dank der großzügigen Spende von Einwohnern des Landkreises Sächsische Schweiz konnte die Förder- und Interessengemeinschaft Indonesia (FIG) bereits über 70 neue Boote an die Fischer der indonesischen Insel Pulau Weh übergeben.

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Pirna. Unter anderem dank der großzügigen Spende von Einwohnern des Landkreises Sächsische Schweiz konnte die Förder- und Interessengemeinschaft Indonesia (FIG) bereits über 70 neue Boote an die Fischer der indonesischen Insel Pulau Weh übergeben. Das teilte Vereinschef Yves Dantin dem Pirnaer Landrat Michael Geisler (CDU) jetzt per Email mit.

Weitere Boote sollen in den kommenden Wochen folgen, außerdem soll für die Fischer in ihren Dörfern ein „Balai“ errichtet werden. Dies sei ein sehr wichtiger Platz für soziale Kontakte, die Reparatur und Lagerung der Netze und Zubehör, erklärt Yves Dantin. Nachdem auf der Nachbarinsel Pulau Beras bisher keine Hilfe eingetroffen ist, will der Verein den Fischern auch dort einige Boote zur Sicherung des Lebensunterhaltes ersetzen.

Wappen künden von Spenden

Den Booten, die mit Hilfe von Spenden aus dem Landkreis Sächsische Schweiz angeschafft werden konnten und noch angeschafft werden, wird eine Signatur gegeben werden, die auf die Spendenregion hinweist. Dantin bat den Landrat um Übermittlung des Landkreiswappens. So wird ein kleines Stück von der Sächsischen Schweiz bald in Indonesien zu finden sein.

Die Seebeben-Katastrophe in Südostasien hatte am 26. Dezember 2004 große Teile Indonesiens zerstört. Einige vor der Küste liegende Inseln erwischte es besonders schlimm. Vom Dorf Iboih auf Pulau Weh verloren über 700 Fischer ihre Existenz, die Woge vernichtete insgesamt 198 Boote. Unmittelbar nach der Tragödie hatten Landratsamt, Bürgermeister der Region, die Sächsische Zeitung sowie die Ostsächsische Sparkasse Dresden ein Spendenkonto zugunsten der Seebebenopfer eingerichtet. Darauf gingen mehr als 80 000 Euro ein. (SZ/ce)