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Pirna

Mehr als 80 000 Jobs im Landkreis

Innerhalb von drei Monaten gibt es einen Zuwachs von 1,6 Prozent. Ein Bereich legt besonders stark zu.

© Symbolbild: dpa

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gibt es mittlerweile 80 504 sozialversicherungspflichtige Jobs. Das teilte die Agentur für Arbeit in Pirna diese Woche mit. Die Zahl stammt vom vergangenen September, wird aber nur quartalsweise erhoben. Drei Monate zuvor wurden etwas mehr als 79 000 Jobs gezählt. Zum 1,6 Prozent starken Anstieg hat das Verarbeitende Gewerbe am stärksten beigetragen, heißt es bei der Agentur.

Nach einer Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wird in diesem Jahr die Dynamik im Landkreis anhalten. Vorhergesagt wird ein weiterer Anstieg der Beschäftigtenzahl um 1,8 Prozent. Das ist die größte Dynamik für einen Landkreis in Sachsen. Mit ein Grund dafür sei die anhaltend gute Auftragslage in der Feinmechanik. Das gelte sowohl für die Uhrenbranche in Glashütte als auch für Industriebetriebe in Wilsdruff, Pirna oder Heidenau. Die kleinteilige Wirtschaftsstruktur schaffe Stabilität, anders etwa als in der Lausitz mit ihrer Konzentration auf Braunkohle und Energie. Zudem habe es die Tourismusbranche geschafft, die saisonalen Schwankungen, die es zweifellos weiterhin gibt, erheblich zu reduzieren.

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© Grafik: SZ

Allerdings gibt es beim bisherigen Zuwachs eine Besonderheit. Die Teilzeitbeschäftigung stieg mit plus 4,9 Prozent deutlich stärker als die Vollzeitbeschäftigung, die plus 0,2 Prozent erreichte.

Die gute Entwicklung spiegelt sich auf dem Arbeitsmarkt wider. Im April waren im ganzen Landkreis 5 870 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 651 weniger als noch im März. Die Arbeitslosenquote ging um 0,5 Prozentpunkte zurück und lag mit 4,6 wieder deutlich unter der Fünf-Prozent-Marke.

© Grafik: SZ

Große Unterschiede gibt es in den einzelnen Regionen. Während die Arbeitslosenquote im Osterzgebirge 3,3 Prozent beträgt, liegt sie in der Pirnaer Region bei 5,1 Prozent und in Sebnitz und Umgebung bei 5 Prozent. Freital rangiert mit 4,4 Prozent dazwischen. „Im April zeigte sich der Arbeitsmarkt deutlich dynamischer als in den zurückliegenden Monaten. Dank der Frühjahrsbelebung kehrten wieder viele Menschen in der Region zurück in eine Beschäftigung. Zudem meldeten die Betriebe auch wieder mehr Bedarfe an gut qualifiziertem Personal“, sagte Karl-Heinz Puy, Vize-Chef der Pirnaer Arbeitsagentur. Arbeitsstellen gebe es überwiegend in diesen Schwerpunktbranchen: Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe, Handel und Kfz, Gastgewerbe, Dienstleistungsberufe sowie Verkehr und Lager. Positiv ist, dass insbesondere Jugendliche unter 25 Jahren und Ältere über 50 Jahren von der Frühjahrsbelebung und den zusätzlichen Jobangeboten profitiert haben. In der ersten Gruppe ging die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 8 Prozentpunkte zurück, in der zweiten sogar um 10,9 Prozent.

Zählt man zu den Arbeitslosen diejenigen dazu, die etwa eine Weiterbildung machen, um für den Arbeitsmarkt fit zu werden, beträgt die Unterbeschäftigungsquote 6,5 Prozent, 0,3 Prozentpunkte weniger als im März. (SZ/dsz)

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