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Mehr als das Gelbe

Kamenz. Zur Eröffnung der Ausstellung „Mehr als das Gelbe vom Ei“ wird am Karfreitag den 18. April, um 11 Uhr, ins Sammelsurium des Museums der Westlausitzeingeladen. Die Laudatio hält der Vogelkundler Hendrik Trapp aus Riemsdorf.

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Kamenz. Zur Eröffnung der Ausstellung „Mehr als das Gelbe vom Ei“ wird am Karfreitag den 18. April, um 11 Uhr, ins Sammelsurium des Museums der Westlausitzeingeladen. Die Laudatio hält der Vogelkundler Hendrik Trapp aus Riemsdorf. Zur musikalischen Begleitung durch das Gitarrenensemble der Musikschule Kamenz wird ein kleiner Imbiss gereicht. Danach gibt der Ausstellungsmacher Olaf Zinke eine Führung durch die Ausstellung.

Die Ausstellung zeigt alles Wissenswerte rund um das Vogelei. Dabei werden viele bis jetzt noch nie gezeigte Exponate heimischer Vogeleier aus der Zoologischen Sammlung des Museums ausgestellt. Alle Vögel vermehren sich durch Eier - ohne Ausnahme. Das Ei hat seinen Ursprung in der Keimdrüse des Weibchens. Nach der Befruchtung wandert es durch den Eileiter. Hier erhält es seine endgültige Form und Färbung. Der Embryo entwickelt sich aber erst nach der Eiablage, außerhalb des Mutterleibes. Das ist nur durch den Dotter möglich - die größte Zelle, die bei den Wirbeltieren vorkommt. Mit seiner Nährsubstanz versorgt das Eigelb den Embryo während der gesamten Entwicklung. Doch das Ei sorgt nicht nur für Nahrung: Seine poröse Schale aus Kalziumkarbonat schützt den kostbaren Inhalt bis zum Ausschlüpfen.

Anschließend entführt die Sorbin Friedericke Zobel um 13 Uhr in die Techniken der Sorbischen Ostereiermaler. Das Ei gilt auch in der Lausitz als Symbol für Fruchtbarkeit und aufkeimendes Leben. Der Brauch es zu verzieren ist uralt und weit verbreitet. Die Künstlerin zeigt die verschiedenen, sorbischen Techniken des Eierverzierens. Die Wachstechnik, die Ätztechnik, die Kratztechnik und das Modellieren sind die wichtigsten sorbischen Techniken aus einem Ei ein kleines Kunstwerk zu gestalten. (SZ)