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Netzwerker paddeln zum Erfolg

Der Bischofswerdaer Verein freut sich über eine starke Saison im Feriencamp Deutschbaselitz - und hat auch im Herbst noch einiges vor.

Unheimlich großen Spaß hatten die Mädchen und Jungen der Sommercamps am Paddeln – egal ob wie hier auf der Spree, oder auch auf dem Großteich in Deutschbaselitz.
Unheimlich großen Spaß hatten die Mädchen und Jungen der Sommercamps am Paddeln – egal ob wie hier auf der Spree, oder auch auf dem Großteich in Deutschbaselitz. © Netzwerk

Bischofswerda. Die Sommerferien liegen in den letzten Zügen und auch im Abenteuercamp Deutschbaselitz ist inzwischen Ruhe eingekehrt. Bis vor wenigen Tagen verlebten dort über 200 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 16 Jahren aus den Regionen Bischofswerda, Kamenz, Bautzen, Hoyerswerda und Dresden – einige sogar von noch weiter weg – bei Paddeln, Wasserwandern, Floßbau, Höhlentouren und vielen anderen abenteuerlichen Aktivitäten in vier Belegungen spannende und unvergessliche Ferientage am Großteich.

Das Sommercamp war rundum ein Erfolg, schätzt Netzwerkchef Andreas Mikus ein. Alles habe gepasst. Bis hin zum Wetter. Zudem gab es bis auf die eine oder andere kleine Schürfwunde oder einen vertretenen Fuß auch keine nennenswerten Unfälle. „Wir haben viele zufriedene Rückmeldungen bekommen. Von Eltern, aber auch von den Kindern selbst“, so Mikus.

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Das liegt sicher auch an der besonderen Camp-Philosophie. Die Netzwerk-Truppe bietet den Teilnehmern rustikalen, naturnahen und kreativen Urlaub, bei dem Individualität und Originalität nicht zu kurz kommen. Da ist alles dabei, was sich Kinder für abenteuerliche Ferientage wünschen: zelten, baden, am Lagerfeuer sitzen, schnitzen, Specksteine bearbeiten, T-Shirts bedrucken, mit Kanu oder Schlauchboot auf dem Großteich oder der Spree paddeln oder sich in geheimnisvolle, unterirdische Höhlen abseilen. Das wissen vor allem Wiederholungstäter – wie die Campbetreiber ihre Wiederkehrer liebevoll nennen.

Angebote für Firmen

Für einige der Jüngsten hat das Camp zudem besonderen Reiz. Sie verreisen zum ersten Mal ganz allein. Ein vielköpfiges, motiviertes Betreuerteam – etwa 20 pro Belegung – sorgt dafür, dass der Camp-Aufenthalt bei allen in bester Erinnerung bleibt. Ein Großteil der Betreuer seien dabei Ehrenamtler, die extra Urlaub nehmen und sich ohne Bezahlung, nur für Kost und Logis engagieren.

Andreas Mikus freut sich, dass die Nachfrage nach den Camp-Plätzen ungebrochen hoch ist. Alle vier Ferienfreizeiten waren bereits ziemlich zeitig ausgebucht. Zwei Kindercamps, ein Natursport-Camp und das Natursport-Kreativ-Camp gibt es jeden Sommer. In Letzterem spielte sich diesmal vieles in der gerade fertiggestellten Sommerküche ab. Da wurde in einem großen Kessel Gemüsesuppe gekocht, auf der Feuerplatte gegrillt, im Räucherofen geräuchert und in drei sogenannten Dutch Oven – das sind gußeiserne Outdoor-Töpfe – am offenen Feuer geköchelt, verrät Andreas Mikus. Alles gemeinsam mit den Campkindern versteht sich. Die zwei Kindercamps standen diesmal unter dem Motto Steinzeit, welches sich wie ein roter Faden durch die Woche zog. Wer dieses Jahr keinen Platz im Camp bekam, sollte nicht traurig sein, sondern sich den 3. Oktober vormerken. An dem Tag öffnet das Abenteuercamp traditionell seine Türen. Dann stehen die Termine für die neuen Ferien-Belegungen fest, für die man vor Ort gleich buchen kann. Dass die Mädchen und Jungen im Camp so tolle Möglichkeiten vorfinden, daran haben auch die Freiwilligendienst Leistenden des Netzwerkes einen Anteil. Jedes Jahr sind sie in der ersten Sommerferienwoche zum Abschlussseminar im Camp. Dort schaffen sie auch immer etwas Bleibendes. Diesmal stellten sie die Sommerküche fertig. Die Vorarbeiten hingegen übernahmen Teilnehmer des innovativen Projekts „Reling“, welches der Kamenzer Bildungsdienstleister Bao GmbH gemeinsam mit dem Kamenzer Jobcenter realisiert. Reling steht für „Regeln lernen in Gemeinschaft“, eine Maßnahme, die bei der Eingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt helfen soll.

Maßgeschneiderte Touren

Inzwischen sind die Ferienkinder abgereist. Aber auch wenn derzeit kaum noch Leben auf dem Platz am Großteich herrscht, die nächste Ferienfreizeit ist längst in Vorbereitung. Zumindest auf dem Papier. Und noch ist die Saison auch nicht vorbei. Für den Herbst liegen ebenfalls einige Buchungen vor. Auch diverse Teamtrainings für Firmen und Träger aus dem Sozialbereich gehen bis Ende September noch über die Bühne. Unter anderem hat zum wiederholten Mal eine Abteilung des Max-Planck-Instituts ein solches Training geordert. Denn die Sommerferienbelegungen sind keinesfalls das einzige Projekt des Netzwerkteams. Unter der Dachmarke Aktiv-Erlebnis-Lausitz bieten die Bischofswerdaer auch buchbare Touren für Familien, Freundeskreise, Schulklassen oder Firmen an. Egal ob Kanutour, Höhlenklettern oder Interaktionsparcours im heimischen Wald – die Netzwerkleute organisieren maßgeschneiderte Touren mit regionalem Bezug. Damit lässt sich Teamgeist trainieren, Kommunikation, Motivation, Vertrauen oder auch Kooperationsverhalten verbessern.

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