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Mehr Arbeitslose in Dresden

Die Arbeitslosenquote ist in Dresden erneut leicht gestiegen. Warum das aber nicht unbedingt mit Corona zu tun hat und welche positive Entwicklung es auch gibt.

Die Arbeitslosenquote ist in Dresden im Juli im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent auf 6,7 Prozent gestiegen.
Die Arbeitslosenquote ist in Dresden im Juli im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent auf 6,7 Prozent gestiegen. © dpa

Dresden. Im Juli waren 19.950 Dresdner arbeitslos gemeldet. Das waren noch einmal 471 mehr als im Juni. Seit März ist die Zahl der Arbeitslosen also um rund 3.500 angestiegen, so Grit Löst, Sprecherin der Dresdner Arbeitsagentur auf SZ-Anfrage. Die Arbeitslosenquote ist damit im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent auf 6,7 Prozent gestiegen. Im gleichen Monat des Vorjahres lag diese Quote noch bei 5,7 Prozent. „Letztmalig in einem Juli hatten wir 2016 mit über 21.000 eine höhere Anzahl an Arbeitslosen“, erklärt Löst. 

Allerdings sei der Anstieg in diesem Monat nicht wirklich mehr auf Corona zurückzuführen. In den Sommermonaten ist der Arbeitsmarkt wegen der Ferien- und Urlaubszeit weniger beweglich, die Sommerpause hält Einzug. So ist auch im Jahr 2019 von Juni auf Juli die Zahl der Arbeitslosen um knapp 400 angestiegen und im Jahr 2018 von Juni auf Juli sogar um knapp 650 – vollkommen ohne Corona. 

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Zusätzlich endeten zahlreiche schulische und berufliche Ausbildungen und gerade in der aktuellen Situation sind Unternehmen etwas zurückhaltender mit der Übernahme in ein Arbeitsverhältnis.„Neben den persönlichen Gesprächen, die nun schrittweise und ausschließlich auf Einladung wieder aufgenommen wurden, steht der Ausbildungsmarkt im absoluten Fokus, denn ein sogenannter Corona-Ausbildungsjahrgang muss vermieden werden“, so Löst. Dafür wurden die Angebote an die neue Realität angepasst und neben ausgewählten persönliche Gesprächen das Online-Angebot erweitert.

Gestiegen ist die Zahl der über 50-jährigen Arbeitslosen. Aktuell sind 5.636 über 50-Jährige arbeitslos gemeldet, das sind 57 mehr als im Vormonat und 467 Menschen mehr als im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen ist ebenfalls ein Anstieg zu verzeichnen. Im Berichtsmonat erhöhte sich die Zahl der Männer und Frauen, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind, um 256 auf 5.764. Das sind 557 mehr als noch im Vorjahresmonat.

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Dagegen sank die Zahl der Dresdner, die auf Kurzarbeit sind. Ende Juli waren es 1.076. Zum Vergleich: Im April waren es noch rund 38.700 Menschen. Dabei waren die am meisten von der Kurzarbeit betroffen Branchen die Gastronomie, der Handel und das verarbeitende Gewerbe. 

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