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Oberlausitz: Mehr Arbeitslose im August

In den Landkreisen Bautzen und Görlitz waren fast 19.000 Menschen ohne Job gemeldet. Handel, Gastronomie und Kfz-Gewerbe suchen wieder mehr Mitarbeiter.

Die Arbeitsagentur Bautzen berichtet von fast 19.000 Arbeitslosen im August, das waren mehr als im Juli und mehr als vor zwölf Monaten. Die Zahl der Kurzarbeit-Anträge geht wieder zurück.
Die Arbeitsagentur Bautzen berichtet von fast 19.000 Arbeitslosen im August, das waren mehr als im Juli und mehr als vor zwölf Monaten. Die Zahl der Kurzarbeit-Anträge geht wieder zurück. © Daniel Förster

Bautzen. Ende August waren in der Oberlausitz insgesamt 18.791 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 257 mehr als im Monat zuvor und 1.995 mehr als vor einem Jahr.  Das teilte die Arbeitsagentur Bautzen mit.

Firmen und Behörden meldeten der Agentur im August 759 freie Stellen. Das waren 65 weniger als im Juli. Im Vergleich zum August 2019 wurden jetzt 140 Stellen weniger gemeldet. In einigen Brachen zieht die Nachfrage nach Arbeitskräften wieder merklich an. So gibt es deutlich mehr freie Stellen im Handel, bei der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie im Gastgewerbe. Dagegen ging die Arbeitskräftenachfrage vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen zurück.

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Mehr als 4.000 freie Stellen

Aktuell können die Mitarbeiter der Agentur auf insgesamt 4.359 freie Arbeitsstellen zurückgreifen. Das ist ein Minus von 17 Stellen gegenüber Juli 2020 und ein Rückgang von 199 Stellen im Vergleich zu August 2019.Die meisten freien Stellen sind im Bereich der Zeitarbeit (1.357), des verarbeitenden Gewerbes (570) und im Gesundheits- und Sozialwesen (503) zu besetzen.

Erstmals seit Beginn der Corona-Krise veröffentlichte die Arbeitsagentur konkrete Zahlen zur Kurzarbeit. So wurde im Agenturbezirk Bautzen im April für 31.051 Arbeitnehmer in 4.061 Unternehmen Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren deutlich mehr als im März, als 15.062 Arbeitnehmer in 2.370 Unternehmen Kurzarbeitergeld erhielten.

Noch kein klares Bild bei Kurzarbeit

Von März bis Juli wurden im Agenturbezirk Bautzen 6.667 Anzeigen über Kurzarbeit gestellt und geprüft. Hinter diesen geprüften Anzeigen stehen 73.060 Arbeitnehmer. Für den Monat August wurden weitere 43 Anzeigen mit insgesamt 1.085 Arbeitnehmern geprüft. Erst, wenn tatsächlich kurzgearbeitet wird, kann der Betrieb innerhalb von drei Monaten die erforderliche Abrechnungsliste einreichen. Erst danach liegen endgültige Daten dazu vor, wie viele Personen tatsächlich in Kurzarbeit waren, in welcher Branche dies war und wie groß der Arbeitsausfall war. 

Ilona Winge-Paul, Geschäftsführerin Operativ der Bautzener Agentur, appelliert an die Unternehmen, die Zeit der Kurzarbeit für die Weiterbildung der Beschäftigten zu nutzen: "Die Arbeitswelt befindet sich in stetigem Wandel. Umso wichtiger ist es, die Beschäftigten der Unternehmen für die Arbeit von morgen fit zu machen."

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