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Mehr Baustellen als Budget

In Mücka werden in diesem Jahr nicht nur Straßen geflickt. Sogar eine Brücke wird komplett erneuert.

Von Alexander Kempf

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Mücka. Lang ist die Liste der Ausbesserungsmaßnahmen nicht, die Mückas Bürgermeister Markus Kiese am Dienstagabend im Gemeinderat vorstellt. Gerade mal zwei Punkte sind sicher. Er würde gerne die Decke im Petershainer Weg und den Beton im Pappelweg stellenweise ausbessern. Dafür sollte genügend Geld da sein. Wenn danach noch etwas übrig ist, gibt es vielleicht Ausbesserungen in der Fliedergasse. Oder die Bankette am Walde, die wegbrechen, erhalten eine Kur. Mal schauen. Einen grundhaften Ausbau von Straßen kann sich Mücka nicht leisten, zeigt Bürgermeister Markus Kiese auf. „Dort, wo der Asphalt aufbricht, das will ich aber instand setzen“, kündigt er an und hofft, dass der Gemeinde so später größere Straßenschäden erspart bleiben. Flickwerk sei nun mal oft die günstigere Lösung, erklärt der Bürgermeister. In zwei Wochen soll es eine Begehung der Straßen geben.

Gemeinderat Bernhard Sass hätte da schon einen Kandidaten für die Besichtigung. „Was ist mit der Nieskyer Straße?“, fragt er. Die sei keine Gemeindestraße, klärt ihn Markus Kiese auf. Dort ende seine Zuständigkeit. Entgangen sind ihm die Probleme aber nicht. „Irgendwann erreichen wir Zustände wie in Kreba“, sagt er, „das geht natürlich nicht.“ Doch auch der Landkreis Görlitz und das Landesamt für Straßenbau und Verkehr wissen, dass Flicken deutlich günstiger als Ausbauen ist.

Manchmal wird aber auch geklotzt und nicht gekleckert. In Leipgen soll ab Mai die Brücke entlang der S 109 erneuert werden. Die fällt zwar nicht wirklich in den Aufgabenbereich der Gemeinde. Weil sich aber umfassende Veränderungen ergeben und zwei Straßenlaternen versetzt werden, muss Mücka dennoch neue Kabel anschaffen und verlegen lassen. Denn das Bauwerk wird in Zukunft deutlich breiter. Die Fahrbahn wächst von derzeit sechs auf sieben Meter, informiert der Vorsitzende des Verwaltungsverbandes Diehsa die Gemeinderäte. Mit Fußgängerweg und Geländer kommt die Brücke dann auf eine Gesamtbreite von neun statt bisher acht Meter, so Dirk Beck. An der Streckenführung ändere sich aber nichts.

Zumindest wenn der Verkehr nach der Fertigstellung im September wieder flüssig rollt. Bis dato soll südlich eine Fußgängerbehelfsbrücke und nördlich eine Ampelanlage den Verkehr umleiten. Gibt es eine Begrenzung für Lastwagen? Das kann Dirk Beck aus den Unterlagen nicht herauslesen. Dafür erklärt er ausführlich, weshalb die erst 1971 gebaute Brücke nun komplett erneuert wird. Neben einer Rissbildung sorgen beispielsweise Durchfeuchtungen bei den Gitteranlagen für Probleme. „Deswegen ist eine Sanierung schwierig, und man hat sich für einen kompletten Neubau entschieden“, so der Verbandsvorsitzende. Der Hochwasserschutz werde dabei verbessert. Die Unterkante der Brücke erhöhe sich beispielsweise um 20 Zentimeter.

Die Kosten für den Brückenbau in Leipgen trägt der Freistaat. Erst im vergangenen Jahr hat Sachsen in Sproitz für rund 95 000 Euro eine Brücke entlang der S 109 sanieren lassen. Dort ist nicht nur die Fahrbahn selbst ausgebessert worden. Neben der Deckschicht sind auch die Leitplanken und Granitborde heute neu. Für Autofahrer hat die Vollsperrung damals erhebliche Einschränkungen mit sich gebracht. Sie müssen die Baustelle für einige Wochen weiträumig umfahren. Das kostet sie Zeit, also Geld.

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