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Mehr Brücken gefordert

„Europa im Gespräch“ hieß jüngst eine Gesprächsrunde, die in Deschka, statttfand. Dazu hatten das Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen und die Bürgermeister der Gemeinden Neißeaue, Rothenburg und Piensk gemeinsam eingeladen.

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Von Martin Schmidt

„Europa im Gespräch“ hieß jüngst eine Gesprächsrunde, die in Deschka, statttfand. Dazu hatten das Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen und die Bürgermeister der Gemeinden Neißeaue, Rothenburg und Piensk gemeinsam eingeladen.

Der Vorsitzende des Bildungswerkes, der sächsische CDU-Landtagsabgeordnete Peter Schowtka konnte dazu fach- und sachkundige Gesprächspartner für die etwa 30 Gäste aus Polen und Sachsen begrüßen: Jürgen Schröder, Mitglied des europäischen Parlaments, den Bundestagsabgeordneten Michael Kretschmer und Dr. Oleander Schmutzler, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Unternehmer in Tschechin. Das Landratsamt Niesky war durch Werner Genau und Gisela-Ellen Thomas, zuständig für Wirtschaftsförderung und Kontakte zu Polen, vertreten.

Im Gespräch zwischen den polnischen und deutschen Teilnehmern bemerkte Jürgen Schröder, wenn die Wirtschaft zueinander findet, tun es auch die Menschen“, so Jürgen Schröder. Konkrete Fragen standen von Anfang an im Mittelpunkt, etwa die dringend notwendige Entwicklung der Infrastruktur der Region beiderseits der noch bestehenden Grenze, der Bau einer Brücke für den Gesamtverkehr zwischen beiden Orten und Regionen,

„Das positive Ergebnis des Referendums in Polen zum EU-Beitritt fordert von allen Verantwortlichen, dass nun sehr konsequent und zielstrebig Voraussetzungen für eine intensivere Gemeinsamkeit geschaffen werden“, sagte Peter Schowtka. Er sieht allein in einem abgestimmten, energischen Herangehen sowohl auf parlamentarischen wie auf den Verwaltungswegen einen erfolgreichen Weg für die Zukunft. Werner Genau beschrieb im Auftrag von Landrat Bernd Lange den Stand des Brücken- und Straßenbaus und weckte berechtigte Hoffnungen, auf eine baldige Verwirklichung dieser Aufgabe zugunsten beider Länder.

Für spezielle Fragen der Landwirtschaft und deren Förderung wurde das Herstellen spezieller Kontakte zugesagt.

Der Vormittag entsprach den Wünschen, die die Partner in ihn gelegt hatten und die Peter Schowtka zu Beginn als „Brückenbau“ beschrieben hatte, bei dem beide Seiten gemeinsam eine Region des Friedens in der Mitte Europas entwickeln und voneinander lernen können.