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Dresden

Corona: Mehr Dresdner in Krankenhäusern

Nach einem ruhigen Sonntag meldet das Dresdner Gesundheitsamt am Montag wieder mehr Einweisungen.

Den Virus im Blick: Eine Laborantin beim Prüfen einer Probe.
Den Virus im Blick: Eine Laborantin beim Prüfen einer Probe. © Symbolfoto: dpa/Hans Klaus Techt

Dresden. Aufwärts zeigt die Linie, ja. Aber es geht für Dresden etwas langsamer und die Maßnahmen scheinen Wirkung zu zeigen.  Am Montag kamen sieben neue Fälle dazu und damit stieg die Gesamtzahl auf 455. Am Sonntag hatte das Gesundheitsamt drei Neu-Infektionen gemeldet. 

So entwickelt sich die Epidemie in Dresden:

Hinweis: Das Gesundheitsamt Dresden hat am Sonntag Änderungen an der eigenen Statistik vorgenommen. Das betrifft unter anderem das Auftreten der ersten Sterbefälle sowie die Infektionszahlen vom Sonnabend, die nun deutlich höher ausfallen, als zunächst gemeldet. Auch die Zahl der stationären Fälle hat sich verändert - es sind jetzt weniger, als zuvor von der Behörde bekanntgegeben. Daher entsprechen die hier abgebildeten, neuen Daten nicht den Sächsische.de-Berichten der vergangenen Tage.

Stationäre Fälle

Genau 55 Krankenhauseinweisungen hat es seit Beginn der Epidemie in Dresden gegeben. Am Sonntag waren keine neuen Fälle dazu gekommen. Am Montag folgten dann allerdings wieder drei Einweisungen (Stand: Mittag).

Am Städtischen Klinikum stehen derzeit 80 Betten mit der Möglichkeit der Beatmung zur Verfügung. Weitere könnten bei Bedarf dazukommen, so das Klinikum. 

Am Dresdner Universitätsklinikum gibt es derzeit 140 Intensivbetten. Darüber hinaus können 72 zusätzliche Intensivbetten bereitgestellt werden.

Im gesamten Regierungsbezirk Dresden, der bis nach Görlitz reicht, stehen laut Sächsischem Gesundheitsministerium rund 2.000 Betten für Covid-19-Patienten zur Verfügung.

Todesfälle

Laut Gesundheitsamt ist am Sonntag kein weiterer Todesfall hinzugekommen.

Bislang sind in Dresden vier Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) handelt es sich um zwei Männer im Alter zwischen 60 bis 79 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von über 80 Jahren. Die vom RKI veröffentlichten Daten basieren auf den Meldungen der Gesundheitsämter, so die Stadtverwaltung.

Altersgruppen

Die meisten Fälle in Dresden gibt es laut Robert-Koch-Institut in der Gruppe der 35- bis 59-Jährigen, gefolgt von der Gruppe der 15- bis 34-Jährigen.

Auch zehn Kinder haben sich bisher infiziert. Ersten Erkenntnissen zufolge unterscheidet sich die Infektion bei ihnen kaum von einer gewöhnlichen Erkältung.

In der besonders gefährdeten Gruppe der über 60-Jährigen hat sich die Zahl der Fälle auf 73 erhöht.

Geschlecht

Mit Stand vom Montag sind mehr Frauen (204) als Männer (195) in Dresden mit dem Coronavirus infiziert. Weltweit sind dagegen mehr Männer als Frauen von Coronavirus-Infektionen betroffen. Virologen begründen das unter anderem damit, dass Männer häufiger einen ungesunden Lebensstil führten und ein schwächeres Immunsystem hätten. Dazu hatte das Robert-Koch-Institut bereit vor sechs Jahren eine Untersuchung veröffentlicht. Warum die Zahlen in Dresden vom großen Durchschnitt abweichen, ist nicht so richtig klar. Möglicherweise gleicht sich die Dresdner Statistik an, wenn mehr Fälle dazukommen, vermuten Dresdner Experten und sprechen von einer noch zu geringen Fallzahl.

Fälle gemessen auf alle Dresdner

Derzeit kommen auf 100.000 Einwohner in Dresden rund 81 Infizierte. Diese Kennziffer bezeichnen Forscher auch als kumulative Inzidenz. Dabei wird die Zahl aller bisher bekannten Coronavirus-Infektionen vor Ort zur jeweiligen Einwohnerzahl ins Verhältnis gesetzt und auf 100.000 Einwohner umgerechnet. Somit ist es möglich, die Schwere der Epidemie in verschiedenen Städten und Landkreisen miteinander zu vergleichen.

Demnach sind aktuell die Landkreise Zwickau sowie Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am stärksten von der Coronavirus-Epidemie betroffen.

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