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Mehr Einkaufssonntage in Dresden?

Die Umsatzeinbußen im Dresdner Einzelhandel sind wegen der Schließung während der Corona-Krise enorm. Es gibt einen Vorschlag, diese etwas abzufedern.

Um den Handel nach Corona zu unterstützen, fordert die FDP zwei weitere verkaufsoffene Sonntage für Dresden.
Um den Handel nach Corona zu unterstützen, fordert die FDP zwei weitere verkaufsoffene Sonntage für Dresden. © Sven Ellger

Dresden. Die Schließung wegen der Corona-Pandemie hat auch Dresdens Geschäfte hart getroffen. FDP-Stadtrat Robert Malorny hat jetzt konkrete Vorschläge für zusätzliche Tage, an denen die Läden öffnen dürfen. "Es geht um Tage, an denen Kaufkraft in Dresden ist, die sonst nicht da ist", so Malorny. Seine Ideen haben allerdings noch einige Hürden zu nehmen. Er will eine Entscheidung in dieser Woche. 

Bisher hat der Stadtrat zwei stadtweite verkaufsoffene Sonntag beschlossen. Den 6. Dezember, mit der Begründung "Weihnachtsstadt Dresden", weil im Dezember viele Touristen zu Striezelmarkt und Co. kommen, und den 20. Dezember, wenn der Ski-Weltcup in Dresden durchgeführt wird.

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"Die Händler hatten nun wochenlang null Umsatz, wir wollen ihnen die Möglichkeit geben, wenigstens ein wenig zusätzlichen Umsatz zu machen", so Malorny. Deshalb schlägt die FDP den 4. Oktober, zum geplanten Stadtfest und unmittelbar nach dem Tag der Deutschen Einheit, vor. Da seien Besucher aus dem Umland und Touristen in der Stadt, die den Handel ankurbeln können, so Malorny. Gleiches gilt für den 8. November, wenn die Jazztage in Dresden steigen sollen. 

Ausgleich für ausgefallene Stadtteilfeste

Zusätzlich fordert die FDP den 20. September als Einkaufssonntag in Loschwitz. An dem Tag soll das wegen Corona verschobene Elbhangfest nachgeholt werden. Abgesagt werden mussten wegen der Kontaktbeschränkungen die Stadtteilfeste Bunte Republik Neustadt und Sankt Pieschen. Deshalb will Malorny den Stadtbezirksbeiräten dort jeweils die Möglichkeit geben, einen Ersatztermin für einen Einkaufssonntag vorzuschlagen.

"Zu den ursprünglich geplanten Terminen waren verkaufsoffene Sonntage bereits beschlossen, deshalb wäre es fair, Ersatz zu ermöglichen", so Malorny.

Für die Vorschläge der FDP gibt es einige Hürden. Für jeden einzelnen Sonntag muss es gewichtige Gründe geben. Bisher haben die Stadtteilfeste genügt, allerdings hat dagegen auch niemand geklagt. Ähnliche Anlässe zu finden, wird schwierig, weil kein Event "erfunden" werden darf, um die Läden zu öffnen. 

Dazu kommen die Corona-Regeln. Bisher sind Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern noch verboten. Das betrifft alle angeführten Sonntage. Der Bund will das bis Ende Oktober so belassen. Ob Sachsen anders entscheidet, ist noch unklar.

Außerdem ist die Mehrheit dafür im Rat unklar. Die CDU hat ebenfalls mehr Einkaufssonntage gefordert und wird dem folgen. Linke und SPD sind klar dagegen. Die Grünen sehen die Ladenöffnung kritisch, es gibt aber intern noch Diskussionen darüber. Zudem muss die FDP Parteifreund und Oberbürgermeister Dirk Hilbert überzeugen, dass die Sache eilbedürftig ist. Denn um am Donnerstag eine Entscheidung vom Stadtrat zu bekommen, muss der OB den Eilantrag zulassen. Sonst geht er zunächst in die Ausschüsse.

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