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Mehr Einwohner bringen auch mehr Müll

Die blaue Papier-Tonne hat sich bewährt. Aber in der gelben und in der Bio-Tonne landet noch zu viel Restmüll.

In Dresden sind im vergangenen Jahr mit rund 173 000 Tonnen etwa 2 000 Tonnen mehr Abfall angefallen, als im Jahr zuvor. Das geht aus der neuen Abfallbilanz hervor. Allerdings ist die Restmüllmenge pro Einwohner mit etwa 140 Kilogramm im Jahr gleich geblieben. Die Steigerung liegt in der um etwa 6 400 Personen erhöhten Einwohnerzahl begründet, erklärt Amtsleiter Detlef Thiel. Erfreulicherweise trennen die Dresdner eifrig. So konnte die Stadt mit ihren blauen Tonnen 1 490 Tonnen mehr Altpapier einsammeln und verwerten. Trotz privater Sammelstellen und Sammlungen habe sich dieses städtische System bewährt. Derzeit stehen etwa 30 000 städtische blaue Tonnen zur Verfügung.

Die Dresdner warfen 11 610 Tonnen Altglas in die Sammelcontainer. Das sind 643 Tonnen mehr als im Jahr zuvor. Mehr Sorgen bereiten die gelben und die Bio-Tonnen. Zwar wurden 275 Tonnen mehr Verpackungen gesammelt, aber darunter war auch reichlich Restmüll. Bei der Bio-Tonne gibt es einen deutlichen Rückgang, zudem wurden viermal mehr Stoffe reingeworfen, die nicht kompostierbar sind. So mussten 1 186 Tonnen Fremdkörper mit großem Aufwand aussortiert werden.

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Eine kleine Verbesserung gibt es bei dem illegal abgelagerten Sperrmüll. Die Stadtreinigung musste 487 Tonnen von Grundstücken und Grünanlagen entfernen. Das waren 78 Tonnen weniger als 2012. Gravierend zugenommen hat dagegen die Ablagerung von Schadstoffen wie Autoreifen und Fahrzeugbatterie. Trotz gesonderter Schadstoffsammlungen hat sich deren Menge verdreifacht.

Um fast drei Kilo pro Einwohner liegt in Dresden im Vergleich zum Bundesdurchschnitt die Quote bei der Abgabe von Elektronikschrott. Hier gibt es „Reserven“, denn 1 600 Elektrogeräte waren einfach weggeworfen worden. Für die Beseitigung der illegal abgelagerten Abfälle musste die Stadt und so der Steuerzahler 157 000 Euro aufbringen. (SZ/kle)