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Dresden

Mehr Fälle von Gewalt in der Partnerschaft

Die meisten Opfer sind Frauen. Betroffen sind alle sozialen Schichten.

Die Zahl der Fälle steigt.
Die Zahl der Fälle steigt. ©  dpa (Symbolbild)

Blaues Auge oder Bluterguss am Bauch: die Zahl der Fälle von Gewalt in der Partnerschaft in Dresden steigt. 2017 gab es 1 112 Fälle in Dresden, 2002 nur rund 300 in ganz Sachsen. Das zum einen am Anstieg der Fälle, es trauen sich aber laut Polizei auch mehr Opfer, die Täter anzuzeigen. Für 2018 meldet das Landeskriminalamt (LKA) insgesamt 8 635 Fälle von Straftaten der häuslichen Gewalt beziehungsweise  Straftaten gegen das Gewaltschutzgesetz für Sachsen. Dies sei ein Anstieg der Straftaten im Vergleich zu 2017  um 2,7 Prozent der Fälle  dar. Aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor. 

Schwerpunkt waren, wie auch schon in den letzten Jahren, mit etwa zwei Drittel die Körperverletzungsdelikte. Die Opfer von Straftaten im häuslichen Umfeld waren mit 68 Prozent zum Großteil Frauen. Es wurden laut LKA insgesamt 7 214 Opfer, 4 944 weibliche und 2 270 männliche Opfer registriert. Darunter befanden sich 1 085 Personen, 884 weibliche und 201 männliche, die mindestens bei einer zweiten Straftat Opfer von häuslicher Gewalt wurden. Die Mehrzahl der Opfer war erwachsen. 

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Die Täter waren meist der eigene Partner oder nahe Angehörige, in der Mehrzahl der Fälle ehemalige Partner. Der Anteil der nicht deutschen Täter lag bei rund 17 Prozent. Dabei stammen die Täter aus allen sozialen Schichten und allen Altersklassen.