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Mehr Geld für die Jugendhilfe!

über die Situation beim Jugendamt

© Norbert Millauer

Dirk Schulze

Die Einschnitte treffen die Wehrlosesten unter den Schwachen. Kinder und Jugendliche, die unter schwierigsten Bedingungen aufwachsen und Hilfe benötigen. Dabei geht es aktuell ausnahmsweise nicht um Kürzungen. Beim Jugendamt sind lediglich auf einen Schlag so viele Mitarbeiter ausgefallen, dass die Hilfsangebote auf die dringendsten Fälle reduziert werden mussten. Der Rest bleibt erst mal liegen. Amtsleiter Dietmar Schneider ist deshalb kaum ein Vorwurf zu machen. Dass Mitarbeiterinnen in Mutterschutz gehen, krank werden oder wegziehen, ist nichts Ungewöhnliches oder gar Verwerfliches. Doch in solchen Fällen muss es schnellstens Ersatz geben.

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Der Fall zeigt, wie angespannt die Situation in der Jugendhilfe ist. Und wer hört, womit die Mitarbeiter tagtäglich konfrontiert sind, der versteht, wie wichtig diese Arbeit ist. Dort geht es um Kinder, die in vermüllten Wohnungen hausen oder um drogenkranke Mütter, die nicht für ihr Neugeborenes sorgen können. Die Fallzahlen steigen kontinuierlich, das ist seit Jahren bekannt. Der in der Pflicht stehende Landkreis sieht sich mit der Finanzierung zunehmend überfordert. Doch irgendwoher muss das Geld kommen. Eine Gesellschaft, die ihre Kinder und Jugendlichen heute hängenlässt, die bezahlt dafür auf Jahre hinaus.