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Mehr Geld für Förderschul-Umbau

Für die Umgestaltung des Hauses auf dem Remonteplatz mussten zweimal Mehrkosten geplant werden. Unterm Strich profitieren die Stadt und die Nutzer.

Tilo Hönicke und Hortleiterin Romy Potzge zeigen den fertiggestellten Südflügel im Gebäude der Förderschule auf dem Großenhainer Remonteplatz. Bis zum 20. August soll das gesamte Haus den Nutzern wieder komplett zur Verfügung stehen.
Tilo Hönicke und Hortleiterin Romy Potzge zeigen den fertiggestellten Südflügel im Gebäude der Förderschule auf dem Großenhainer Remonteplatz. Bis zum 20. August soll das gesamte Haus den Nutzern wieder komplett zur Verfügung stehen. © Anne Hübschmann

Großenhain. Romy Potzge kann und will ihre Emotionen nicht verbergen. "Die Räume sind großartig geworden", platzt es aus der Hortleiterin des Vereins Miteinander Großenhain e. V. heraus. Begeistert zeigt sie die hellen, modernisierten Zimmer im Obergeschoss der Förderschule (L) auf dem Remonteplatz, die die Hortkinder künftig nutzen dürfen. Auch die unteren Etagen, in der derzeit rund 120 Schüler lernen, haben in den letzten Monaten eine Umgestaltung erfahren.

"Es war schon fast ein Komplettumbau", so Oberbürgermeister Sven Mißbach in der jüngsten Stadtratssitzung. Dort wurde - letztlich ohne große Debatte - ein Beschluss zur Finanzierung gefasst. Was verwundert, denn immerhin ging es um überplanmäßige Kosten in Höhe von 151.000 Euro bei einem Gesamtumfang von reichlich 1,4 Millionen Euro. Schon im Sommer 2019 hatten die Räte  einmal über Zusatzkosten von rund 360.000 Euro beschließen müssen.

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"Das war keine einfache Baustelle", sagt Bürgermeister Tilo Hönicke. Eigentlicher Ursprung für die Sanierung war die notwendige brandschutztechnische Ertüchtigung der Einrichtung. Dann wurde die Chance beim Schopfe gepackt, auch gleich sämtliche Voraussetzungen für die Umsetzung des Digitalpakts zu schaffen. 

Insbesondere die Brandschutz-Auflagen führten zu einer ersten Kostenexplosion. Was unter anderem bedeutete:  Nach Öffnung der ersten Decken Anfang Juni 2019 waren viele Unzulänglichkeiten sichtbar geworden, die bisher verputzt oder verbaut im Verborgenen schlummerten. Elektroleitungen, die sich eben nicht im Flur tummeln dürfen und ins Klassenzimmer verlegt werden müssen, Leitungen, die sich nicht im Fluchtbereich befinden sollen, die Verwendung von Kunststoff statt Metall und Brandschutzwände, über deren Beschaffenheit sich nicht diskutieren ließ. 

Langsam, aber sicher deutet sich nun das Ende der Bauarbeiten an. Der Südflügel ist inzwischen fertiggestellt, im Nordflügel ist indes noch Einiges zu tun. Viel Zeit bleibt dafür nicht. Am 20. August soll alles fertig sein. Dann soll auch noch ein großer Wunsch der Schul-Mitarbeiter erfüllt werden. Die jetzigen Türen im Untergeschoss, die weder einer Schallschutzklassifikation entsprechen noch mit einem stabilen Stahlblechrahmen ausgestattet sind, werden noch ausgetauscht. 

"Wir sind glücklich, dass unsere Wünsche größtenteils erfüllt werden", freut sich daher auch der stellvertretende Schulleiter Thomas Jacobi. Immerhin 27 Jahre musste das Gebäude seit der letzten "Verjüngungskur" auf die Sanierung warten. Schüler und Hortkinder wird es freuen. Denn die Schülerzahl wird zum neuen Schuljahr auf fast 150 steigen, so dass die noch zu schaffenden beiden neuen Schulräume im Obergeschoss des Nordflügels dringend gebraucht werden.

Finanziell hat das Ganze für den städtischen Haushalt nun sogar noch ein glückliches Ende. Weil das Rathaus zusätzliche Mittel aus einem Fördertopf ordern konnte, die andere Kommunen nicht abgerufen haben, sinkt der Eigenanteil um fast 180.000 Euro auf nunmehr rund 350.000 Euro.

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