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Mehr Geld für größere Probleme

über die neuen Aufgaben der Frauenhäuser.

© Jörn Haufe

Dominique Bielmeier

Wenn Opfer häuslicher Gewalt den Mut fassen, ihre Lage zu ändern, bedeutet das oft: Flucht. Das Gewaltschutzgesetz von 2002 sollte dies ändern. Es verfolgt den Ansatz: „Der Schläger geht, das Opfer bleibt.“ Durch Eilanordnungen vor Gericht können Betroffene beispielsweise bewirken, dass ihnen die gemeinsame Wohnung nur noch allein zur Verfügung steht – oder der Täter sich ihnen nicht mehr nähern darf. Würde dieses Gesetz die Realität abbilden, müssten die Frauenhäuser heute leer sein. Das Gegenteil ist der Fall. Aus Angst vor ihrem Peiniger oder dem Wunsch nach einem Neuanfang in fremder Umgebung kommen nach wie vor viele Frauen mit ihren Kindern in diese Häuser. Sie werden daher immer eine wichtige Rolle spielen. Allerdings vermehrt für Frauen mit vielen verschiedenen Problemen, die besondere Betreuung brauchen. Denn das Gewaltschutzgesetz hilft vor allem denjenigen, die stark genug sind, sich selbst zu helfen. Die Finanzierung der Frauenhäuser entspricht nicht mehr diesen veränderten Anforderungen an sie. Und zu wenig Geld kann schnell bedeuten: Der Schläger bleibt, das Opfer auch.

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