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Mehr Geld für Kultur

Börse, Villa Teresa, Bibo und Museum bleiben ein Zuschussgeschäft.

Von Peggy Zill
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Ohne Zuschuss von der Stadt könnten in der Coswiger Börse keine Veranstaltungen stattfinden.
Ohne Zuschuss von der Stadt könnten in der Coswiger Börse keine Veranstaltungen stattfinden. © Arvid Müller

Coswig. Das Geschäft mit der Kultur ist schwer planbar, sagt Thomas Kretschmer, Geschäftsführer der Coswiger Kulturbetriebsgesellschaft Meißner Land mbH, zu der die Börse, die Villa Teresa, die Bibliothek und das Museum Karrasburg gehören. Es lässt sich nicht vorhersagen, wie gut besucht Veranstaltungen sein werden. „Gleichzeitig sind die Künstlergagen gestiegen“, so Kretschmer. Und auch im Bereich Gastronomie könne man die Auftragsentwicklung nur schwer planen. Dennoch fahren die Sparten Gastronomie und Hotellerie einen Gewinn ein. Unterm Strich bleibt trotzdem ein Minus: Mit einem Verlust von rund 22.000 Euro schließt die Gesellschaft das Geschäftsjahr ab.

Ab 2021 wird eine Erhöhung des kommunalen Zuschusses nötig sein, kündigte Thomas Kretschmer zur jüngsten Stadtratssitzung an. Insgesamt erhält die Kulturbetriebsgesellschaft bisher einen jährlichen Zuschuss von 825.000 Euro in Form einer Kapitalanlage durch den Gesellschafter, die Stadt Coswig sowie 150.000 Euro laufende Zuschüsse seitens der Stadt. Hinzu kommen weitere 148.000 Euro Fördermittel, die vom Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge aufgebracht werden.

Eine Menge Geld, allerdings nur auf den ersten Blick. Denn eine erhebliche Summe kommt schon allein durch Posten wie Raummieten und Nebenkosten für Strom, Wasser und Heizung zusammen. Hinzu kommen die Personalkosten.

Und investiert werden muss auch immer wieder in die Veranstaltungsorte. 2020 sollen für rund 30.000 Euro neue Stühle für die Börse gekauft werden. Etwa die Hälfte der Kosten dafür sind durch Fördermittel gedeckt.

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