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Döbeln

Mehr Geld vom Land gefordert

Eltern mit einem Kleinkind geben ihr gesamtes Kindergeld für den Krippenplatz aus. Das wollen die Gemeinderäte ändern.

©  dpa / Symbolbild

Ostrau/Zschaitz. Obwohl sie nicht gemeinsam tagen, haben die Gemeinderäte von Ostrau und Zschaitz-Ottewig während ihrer jeweils letzten Beratung in dieser Legislaturperiode dieselbe Entscheidung getroffen.

Die Elternbeiträge für die Betreuung der Kinder in der Krippe, dem Kindergarten und im Hort sollen in beiden Kommunen stabil bleiben. Dabei haben beide den vom Land Sachsen vorgegebenen Spielraum noch nicht ausgereizt. Danach soll der Elternbeitrag zwischen 15 und 23 Prozent der durchschnittlichen Personal- und Sachkosten für einen Krippenplatz sowie zwischen 15 und 30 Prozent für einen Kindergarten- oder Hortplatz betragen. Die gesetzlichen Vorgaben haben sich erst zum 1. Juni diesen Jahres geändert. Zuvor lag die Untergrenze für die Elternbeiträge bei 20 Prozent der Personal- und Sachkosten.

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Sowohl in Ostrau als auch in Zschaitz-Ottewig zahlen die Eltern mit 199 Euro (rund 19,6 Prozent) pro Monat für einen Krippenplatz den höchsten Betrag. Gleichzeitig gibt es für die neunstündige Betreuung der Jüngsten mit 629,74 Euro (Ostrau) und 622,10 Euro (Zschaitz) auch den höchsten Zuschuss von den Gemeinden. Der Zuschuss vom Land Sachsen beträgt lediglich 189,44 Euro. Genau so viel wie für eine neunstündige Betreuung eines Kindergartenkindes.

Die Räte in Zschaitz-Ottewig machten vor ihrer Abstimmung deutlich, dass sie in Bezug auf die Landeszuschüsse auf ein Signal aus der Politik warten. Denn sie würden die Mütter und Väter gern entlasten. „Es kann nicht sein, dass die Eltern mit dem Kindergeld nur den Krippenplatz finanzieren können“, sagte einer der Gemeinderäte. Das Kindergeld für das erste Kind beträgt derzeit 194 Euro.

Für den Kindergartenplatz zahlen die Ostrauer derzeit 99 Euro (21,92 Prozent) und die Zschaitzer 103 Euro (22,98 Prozent). Bei der fünfstündigen Hortbetreuung ist die Differenz mit 45,83 (22,55 Prozent) in Ostrau und 55 Euro (27,27 Prozent) in Zschaitz etwas größer. „Wir haben uns immer zu den Kindern bekannt. Die Beiträge bleiben stabil“, unterstrich Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) noch einmal das Abstimmungsergebnis, das in beiden Räten einstimmig ausfiel.

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