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Mehr Gimmlitztal unter Naturschutz

Mit der Erweiterung des Naturschutzgebietes soll der Artenreichtum dieser Landschaft erhalten werden.

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Von Regine Schlesinger

Deutlich mehr Fläche als zuvor stehen im Gimmlitztal jetzt unter Naturschutz. Wie das Landratsamt Pirna mitteilt, hat das landkreisübergreifende Naturschutzgebiet Gimmlitztal mit der Neuausweisung eine Größe von rund 258 Hektar. Zuvor galt dieser strenge Schutz nur für einen kleinen Bereich dieses Gebietes und umfasste rund 1,6 Hektar.

Gelegen ist das Naturschutzgebiet Gimmlitztal südlich von Frauenstein. Es erstreckt sich entlang der Gimmlitz vom Quellbereich südlich Hermsdorf/Erzgebirge bis zur Staatsstraße S 208 nördlich Dittersbach. Das Gebiet umfasst überwiegend die Talaue der Gimmlitz, bewaldete Seitenhänge, Offenlandbereiche sowie teilweise die Zuflüsse der Gimmlitz.

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind Teile der Gemeinde Hartmannsdorf-Reichenau mit der Gemarkung Reichenau und der Gemeinde Hermsdorf/Erzgebirge mit der Gemarkung Hermsdorf betroffen. Die Neufestsetzung des Gebietes wurde 2010 in Angriff genommen und ist jetzt rechtskräftig.

Ziel dieser Ausweitung des Naturschutzes ist der Erhalt des Tales mit dem weitgehend durchgängigen, naturnahen Mittelgebirgsbach, der Gimmlitz und den artenreichen, angrenzenden Waldgebieten. Zu den besonders schützenswerten Pflanzenarten, die hier wachsen, gehören Sumpf-Sitter, Händelwurz, Bergwohlverleih (eine Arnika-Art), Breitblättriges Wollgras, Floh-Segge und Sumpf-Herzblatt.