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Mehr Löschwasser für Hörnitz

Die neben „Stadt Zittau“ eingebaute Zisterne ist jetzt übergeben worden. Sie fasst insgesamt 200 000 Liter.

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Von Holger Gutte

Viel ist von der Zisterne – der neuesten Errungenschaft der Gemeinde Bertsdorf-Hörnitz – nicht mehr zu sehen. Für alle sichtbar ragen an ihrem Standort zwischen „Stadt Zittau“ und dem Kirmesplatz nur noch wenige Bauteile, wie etwa zwei Ansaugstutzen, heraus. Über alles andere wächst nun langsam Gras. 4,5 Meter tief befindet sich die Zisterne unter der Erde. Eine Deckschicht von etwa einem Meter liegt noch darüber. Damit kann die Fläche über der Zisterne zwar überfahren werden, wird aber trotzdem nicht für den öffentlichen Straßenverkehr freigegeben. Auch nicht als Parkfläche.

Am 15.März wurde das erste Element der Zisterne neben „Stadt Zittau“ in die Baugrube gehievt. Mit Sekt dankte bei der Übergabe Bürgermeister Günther Ohmann (rechts) Hans-Joachim Hernschier (Mitte) von der Baufirma für die gute Arbeit.Fotos: Spitzner-Schmi
Am 15.März wurde das erste Element der Zisterne neben „Stadt Zittau“ in die Baugrube gehievt. Mit Sekt dankte bei der Übergabe Bürgermeister Günther Ohmann (rechts) Hans-Joachim Hernschier (Mitte) von der Baufirma für die gute Arbeit.Fotos: Spitzner-Schmi © SZ Thomas Eichler

Bürgermeister Günther Ohmann (parteilos/Freie Wähler) dankte bei der Übergabe der Zisterne der Zittauer Tiefbaufirma für die gute Arbeit. Innerhalb von vier Wochen hat diese die Baugrube ausgehoben, den Glasfasertank eingebaut und die Grube verfüllt. 30 Meter ist die Zisterne immerhin lang und hat einen Durchmesser von drei Metern. Ich hoffe, dass der Tank ewig hält und nie nachgefüllt werden muss“, sagt Günther Ohmann.

Mit der Zisterne hat die Gemeinde jetzt die Löschwassersituation im Ortsteil Hörnitz wesentlich verbessert. „Gerade in diesem Gebiet musste dringend etwas für die Löschwasserbereitstellung getan werden“, schildert er. Denn in fast allen Hydranten liegt im Ortsteil Hörnitz viel zu wenig Löschwasser an. Und in einigen gar keines mehr. Jetzt stehen hier 200 000 Liter mehr für die Brandbekämpfung zur Verfügung. Die Zisterne ist bereits randvoll gefüllt.

Der Hörnitzer Wehrleiter Hans-Henning Hempel hatte bereits im vergangenen Jahr auf einer Gemeinderatssitzung über die Pläne für den Einbau einer Zisterne informiert. „Damit“, so schilderte er damals, „sichern wir neben den umliegenden Häusern und Handwerksfirmen die Löschwasserbereitstellung für die Kirche, das geplante neue Seniorenpflegezentrum und natürlich für ,Stadt Zittau’ selbst.“ Früher habe die Feuerwehr in diesem Gebiet nur wenige Hundert Meter entfernt Löschwasser aus dem Teich an der „Alten Brauerei“ holen können. Doch dieser Teich ist längst ausgetrocknet.

Insgesamt etwa 150 000 Euro sind für den Einbau des Löschwassertankes investiert worden. Für die Gemeinde Bertsdorf-Hörnitz war das nur dank Fördermittel möglich. Eigentlich wären im Ort weitere Zisternen nötig. Aber das ist für die Gemeinde nicht finanzierbar. Umso wichtiger ist darum jetzt die neue Zisterne für die Feuerwehr im Ort.