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Mehr Lohn für Hebammen

MdL Kerstin Lauterbach (Die Linke) schreibt zum Artikel „Die Sorgen der Hebammen“ (SZ vom 20.12.): Die Sorgen der Hebammen sind in dem SZ-Beitrag sehr richtig dargestellt. Und ich kann sie durch meine...

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MdL Kerstin Lauterbach (Die Linke) schreibt zum Artikel „Die Sorgen der Hebammen“ (SZ vom 20.12.):

Die Sorgen der Hebammen sind in dem SZ-Beitrag sehr richtig dargestellt. Und ich kann sie durch meine persönlichen Kontakte, Teilnahme an Hebammendemos und die Erarbeitung einer Großen Anfrage an den Sächsischen Landtag sehr gut nachvollziehen. Denn die Beantwortung der Fragen brachten sehr viele Defizite, nicht nur in Sachsen zu tage. Im Freistaat wurden Familienhebammen ausgebildet. Finanziert durch das Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz. Zum Schutz für unsere Jüngsten der Gesellschaft ist das erst mal eine gute Sache. Aber wer schützt die Hebammen, die diese Arbeit gern machen wollen?

Sie brauchen die finanzielle Sicherheit, um sich für junge Familien einzusetzen. Jedoch das Gegenteil ist der Fall. Die Unsicherheiten in diesem Berufsstand werden größer. Die ständig steigenden Haftpflichtprämien wachsen den Frauen und auch den Entbindungspflegern über den Kopf. Sie sehen ihren gesamten Berufsstand in Gefahr. Und das zu Recht. Das kann nicht gewollt sein. Ein kinderfreundliches Land braucht zuerst Hebammen, die keine Sorgen haben. Deshalb unterstützen wir Linken die Forderungen der Hebammen nach einem höheren Lohn, um ihre Haftpflichtprämien abfedern zu können. 7,50 Euro pro Stunde für diese verantwortungsvolle Arbeit sind ein Lacher. Kürzlich konnte man lesen, dass die Krankenkassen hohe Rücklagen erwirtschaftet haben. Das Geld ist also da, um etwas im Sinne der Hebammen zu tun.