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Mehr Mut zur Entscheidung

Klaus Hammerlik aus Großenhain schreibt: Nachdem ich den am Donnerstag in der SZ erschienenen Artikel und Kommentar zum Heimatmuseum gelesen habe, ist dies ausdrücklich meine persönliche Meinung als Großenhainer...

Klaus Hammerlik aus Großenhain schreibt:

Nachdem ich den am Donnerstag in der SZ erschienenen Artikel und Kommentar zum Heimatmuseum gelesen habe, ist dies ausdrücklich meine persönliche Meinung als Großenhainer Wahl-Bürger, Mitglied des Fördervereins Museum Alte Lateinschule und anerkannter Nachtwächter von Großenhain:

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Bis jetzt schien es in der Öffentlichkeit so, als sei der jeweilige Museumsleiter das Problem. Auch Dr. Schulze-Forster konnte nicht den höchsten Grad von Bekanntheit und Beliebtheit, den man sich wünschen würde, erreichen. Jetzt wird aber die unbequeme Wahrheit öffentlich ausgeschrieben, dass die „Heimatstube“ viel zu lange klein und das Personal kurz gehalten wurde und der dazu gehörige Verein weder die Chance hatte, richtig Förderer zu sein, noch Träger zu werden. Hochfliegende Träume wie das Fünf-Millionen-Ding mit der Alten Kelterei in zwei gleich überteuerten Varianten erwiesen sich als Illusion. Nun wird zugunsten der Besucher und der Mitarbeiter des Vereins für das Museum eine Lösung herausgefordert, die ähnlich gute Gegebenheiten enthält, wie bei der Preusker-Bücherei und dem Kulturschloss. Ich kann der Stadt nur ein glücklicheres Händchen wünschen als in vergangenen Jahrzehnten und den Stadträten sowie der Verwaltung Mut zur Entscheidung für das Heimatmuseum.

Mein Vorschlag ist, mit einer Tombola in der nächsten Zeit zum Beispiel zum Tag der Sachsen und mit anderen Angeboten Spenden einzusammeln und nach Fördertöpfen und anderen Wegen noch zu suchen. In früheren Jahrzehnten wurden auch die Eintrittsgelder und Beiträge zu Stadtfesten und anderen Veranstaltungen mit genutzt, Geld einzutreiben und der freiwillige Beitrag der Handwerker, Gewerbetreibenden, Händler und Dienstleistenden eingeworben. Dazu könnte ich mir vorstellen, kann selbst ein Nachtwächter wie ich etwas einbringen, wenn ganz Großenhain aktiv wird für die erweiterte Heimatstube. Vielleicht bekommt auch beim Zusammengehen und Wachsen mit der naheliegenden historischen Bausubstanz am Kirchplatz die Orts- und die Kirchgemeinde die Synergie positiv zu spüren. Man wird doch mal als Wahl-Großenhainer Bürger realistisch träumen dürfen, oder?