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Döbeln

Mehr Platz für die Sonnenkinder

Der Umbau einer Wohnung zu Räumen für die Kita Kiebitz ist beendet. Trotzdem können noch nicht mehr Kinder einziehen.

Andrea Winkler, Gebietsleiterin der Ostrauer Kindertagesstätten, Bürgermeister Dirk Schilling, und Kati Staats, Leiterin der Kita Sonnenkinder (von links), sehen sich den neuen Sanitärraum der Kiebitzer Einrichtung an.
Andrea Winkler, Gebietsleiterin der Ostrauer Kindertagesstätten, Bürgermeister Dirk Schilling, und Kati Staats, Leiterin der Kita Sonnenkinder (von links), sehen sich den neuen Sanitärraum der Kiebitzer Einrichtung an. © Lars Halbauer

Ostrau. Die Sonnenkinder in Kiebitz haben jetzt noch mehr Platz. In den vergangenen sechs Monaten hat das Baugeschäft von Hans-Jürgen Ritschel aus Schlagwitz eine Wohnung über der Kindertagesstätte zu Räumen für die Kita umgebaut.

Damit erhöht sich die Kapazität der Kindertagesstätte von 36 auf 60 Mädchen und Jungen im Alter von einem Jahr bis zum Schulanfang. Zwar sagt Andrea Winkler, Gesamtleiterin für die Ostrauer Kindertagesstätten: „Wir sind im Aufnahmeverfahren.“ Aber einziehen können die neuen Kinder noch nicht. Bisher fehlt die Betriebserlaubnis. Die Verantwortlichen hoffen, das entscheidende Dokument innerhalb des nächsten Monats zu bekommen.

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Bei einem Rundgang der Ostrauer Gemeinderäte in den neu gestalteten Räumen lobt die Leiterin der Sonnenkinder Kati Staats immer wieder die Baufirma. Sie habe umsichtig gearbeitet und sehr viel Rücksicht genommen, vor allem auf den Mittagsschlaf. 

Während der gesamten Zeit mussten die Mädchen und Jungen nur für insgesamt sechs Tage in die Ostrauer Kita ausweichen. Auch habe die Firma auf eine Schuttrutsche verzichtet und die Mitarbeiter viele Eimer mit Abrissmaterial nach unten geschleppt. „Mit einer Rutsche wären die neuen Fenster beschädigt worden“, erklärt Ritschel.

Decken sorgen für Lärmschutz

Entstanden sind zwei Gruppenräume mit einer Verbindungstür. „Dadurch, dass die Zimmer ineinander übergehen, können die Kinder entscheiden, wo und womit sie sich beschäftigen möchten, zum Beispiel im mathematischen Bereich oder mit Rollenspielen. Wir arbeiten teiloffen“, erklärt Kati Staats. In den Gruppenräumen können jeweils zwölf Kinder betreut werden.

Neu sind auch ein Umkleide-, Sanitär-, Material- und Waschraum, das Leiterinnenbüro und die Küche. Die Kitaleiterin freut sich besonders über die Lärmschutzdecken, die die Geräusche enorm dämmen. Wer die Treppe nach oben steigt, wird im Vorraum von einem farbenfrohen Baum begrüßt, hinter dem einige Tiere hervorschauen. 

Die Wände sind in Pastelltönen gehalten und der untere Teil im Flur ist abwaschbar. Die kleinen Stühle, Tische und Bettchen sind schon da. Die Erziehrinnen sind aber noch dabei, für alles den richtigen Platz zu finden.

Neben den Innenräumen wurde auch der Garten hinter dem Haus neu gestaltet. In Betonröhren, die noch bemalt werden sollen, wachsen Himbeer- und Brombeersträucher. Es gibt einen Barfußpfad und einen neuen Sandkasten. Hinter dem Zaun ist ein Rondell mit Bänken als „Quatschecke“ für die Kiebitzer entstanden.

Die Gemeinde Ostrau hat in das gesamte Projekt 286 000 Euro investiert. 80 Prozent des Betrages sollen als Fördergeld aus dem Leaderprogramm kommen. „Der Bau ist schneller fertig, als der Förderbescheid da ist“, sagt Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). Bei Leader sei ein vorzeitiger Baubeginn möglich. Deshalb sei die Gemeinde in Vorkasse gegangen.

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