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Mehr Sicherheit für die Ungerkurve

Nach schweren Unfällen wird eine neue Leitplanke gebaut. Das ist nicht der einzige Schutz.

Von Katarina Gust

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Die sogenannte Ungerkurve zwischen dem Abzweig nach Rugiswalde und Langburkersdorf wird entschärft. Nach mehreren schweren Unfällen in diesem Bereich der Staatsstraße S 154 hatte der Landkreis die Unfallkommission aufgefordert, die Situation zu begutachten. Dieses Gremium, zu dem Vertreter der Polizei und der zuständigen Verkehrsbehörde gehören, beschäftigt sich mit den Unfallschwerpunkten im Kreis. Stein des Anstoßes waren dabei auch drei Verkehrsunfälle, die Ende November innerhalb von nur sieben Stunden passiert waren. Drei Autos waren dabei in der steilen Ungerkurve von der Straße abgekommen.

Bereits Mitte Dezember trafen sich die Vertreter der Unfallkommission zu einer Sondersitzung. Dabei wurden der Zustand der Straße und die vorhandene Beschilderung kontrolliert. Seitens der Polizei wurden die letzten Unfälle zudem noch einmal analysiert. Fast alle Zwischenfälle haben etwas gemeinsam: Der Großteil der Unfallwagen war von Sebnitz kommend in Richtung Langburkersdorf unterwegs. Bei den schweren Unfällen seien die Fahrzeuge entweder gegen einen Baum geprallt oder einen Abgrund hinabgestürzt, erklärt Martina Fehrmann, Abteilungsleiterin Straßenbau und Verkehr beim Landratsamt.

Um die Kurve zu entschärfen, wurde nun ein ganzer Maßnahmenkatalog beschlossen. Der wichtigste Punkt ist dabei der Bau einer sogenannten passiven Schutzeinrichtung, also einer Leitplanke. Diese soll an der Ungerkurve errichtet werden – und zwar von Sebnitz kommend auf der linken Straßenseite. In der Höhe, in der sich bislang ein Parkplatz befindet. Die Leitplanke soll verhindern, dass Autos bei Unfällen gegen einen Baum prallen oder die Böschung hinabstürzen. Außerdem soll die Leitplanke zusätzlich einen Unterfahrschutz bekommen. Dieser verhindert zum Beispiel, dass Motorradfahrer bei einem Sturz unter die Leitplanke rutschen.

Tempo 50 gilt nur vorübergehend

Die Bauarbeiten haben in der vergangenen Woche begonnen. Ein Bagger hat bereits den Asphalt am Parkplatz entfernt. Der musste dafür gesperrt werden. Wegen des Winterwetters ruhen die Arbeiten derzeit jedoch. Der Parkplatz wird damit ganz eingezogen, wie Martina Fehrmann mitteilt. Wenn das Wetter es zulässt, geht das Projekt weiter. Im nächsten Schritt sollen die Schutzplankensysteme montiert werden. Damit Autofahrer den Straßenverlauf bei Tag, Nacht und schlechtem Wetter besser erkennen, werden zudem rot-weiße Leitprofile angebracht. Wie die Abteilungsleiterin mitteilt, soll zudem an der Beschilderung etwas verändert werden. Vor der Ungerkurve sollen sogenannte Kurvenleitmale aufgestellt werden. Darunter versteht man rot-weiße Warnwinkel, die auf eine steile Kurve hindeuten.

Da der Bau der Leitplanke länger dauert, hatte die Verkehrsbehörde noch im Dezember entschieden, kurzfristig die Geschwindigkeit herabzusetzen. Kraftfahrer dürfen seitdem bei nasser Fahrbahn nur noch mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern unterwegs sein. Bei Trockenheit ist in der Kurve nur noch Tempo 70 erlaubt. Diese Begrenzungen gelten in beide Richtungen – jedoch nur vorübergehend. Wenn die Leitplanke steht, soll die erlaubte Höchstgeschwindigkeit wieder angehoben werden.

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