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Mehr Sicherheit für Fußgänger in Seifersdorf und Leppersdorf

Die Gemeinde Wachau will zwei Fußgängerüberwege einrichten. Autofahrer müssten an den Stellen auf die Bremse drücken.

© Willem Darrelmann

Von Thomas Drendel

Schritt für Schritt

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n der Gemeinde Wachau rauscht vor allem auf zwei Straßen unablässig der Verkehr: Auf der Tina-von-Brühl-Straße in Seifersdorf und auf der Dresdner beziehungsweise der Pulsnitzer Straße in Leppersdorf. Hier sind zahlreiche Lkws von oder zur Autobahn unterwegs. Es sind wichtige Verbindungen nach Radeberg und Dresden. Nach dem Willen der Gemeinde Wachau soll auf diesen Straßen die Sicherheit für Fußgänger steigen. Vorgesehen ist die Errichtung jeweils eines Fußgängerüberweges in Seifersdorf und in Leppersdorf. Damit sollen vor allem Kinder noch sicherer zum Bus gelangen oder speziell im Fall von Seifersdorf im Bereich der neuen Kita die Straße sicherer überqueren können. „Wir werden einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen Behörde beim Landratsamt in Bautzen stellen“, sagte der Wachauer Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU) bei der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses. Die in dem Gremium vertretenden Gemeinderäte stimmten ebenfalls für den Antrag. Verbunden mit dem Zebrastreifen ist eine Reduzierung des Tempos von jetzt 50 Kilometern pro Stunde auf dann 30 Kilometer pro Stunde.

Zebrasteifen geplant

Erst Mitte Januar hatte sich auf der vielbefahrenen Staatsstraße ein Unfall ereignet. Ein Zwölfjähriger war beim Überqueren der Fahrbahn von einem Auto erfasst worden. Glücklicherweise trug der Schüler nur ein paar Schürfwunden davon. Nach Angaben der Gemeinde wandten sich die besorgten Eltern an die Verwaltung mit der Bitte, nach einer Lösung zu suchen. In Seifersdorf wird im Frühjahr am Schönborner Weg die neue Kindertagesstätte eröffnet. Gerade im Bereich Wachauer Straße und Schönborner Weg werden Eltern mit ihren Kindern oft die Tina-von-Brühl-Straße überqueren wollen. Sowohl in Leppersdorf als auch in Seifersdorf gibt es bereits eine funktionierende Fußgängerampel. Allerdings werden sie offenbar selten genutzt. „Das haben Zählungen des Landratsamtes ergeben“, sagt der Wachauer Bürgermeister. „Um ihre Daseinsberechtigung nicht infrage zu stellen, müssten Fußgänger sie des Öfteren nutzen“, sagt Veit Künzelmann. Die neuen Zebrastreifen würden sich sowohl in Seifersdorf als auch in Leppersdorf mehrere Hundert Meter von den Fußgängerampeln entfernt befinden. „Der Landkreis hat zwar Bedenken geäußert, dennoch sind wir guter Dinge, eine Einigung zu finden“, sagt der Bürgermeister. Bereits in Planung ist ein Fußgängerüberweg auf der Straße zwischen Feldschlößchen und Seifersdorf. Er soll am Abzweig nach Liegau-Augustusbad eingerichtet werden. Wachaus Bürgermeister und der Chef des Epilepsiezentrums Kleinwachau Martin Wallmann hatten sich dafür starkgemacht. Wann eine Umsetzung erfolgt, steht noch nicht fest. Die Kreuzung gilt aufgrund einer schwer einzusehenden Bergkuppe als Unfallschwerpunkt. Sie wird von etlichen Einwohnern genutzt um von Wachau nach Liegau und zurück zu kommen. Zahlreiche Mitarbeiter des nahe der Kreuzung liegenden Liegauer Epilepsiezentrums Kleinwachau wohnen im benachbarten Wachau. Außerdem ist an der Kreuzung die Werkstatt der Wachauer Holzkünstlerin Karen Hobelsberger entstanden. Sie bietet Patienten des Epilepsiezentrums Kurse an. Auch dazu müssen sie die Straße überqueren.

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