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Mehr Sicherheitsleute beim Altstadtfest

Das neue Konzept für das Altstadtfest ist für alle eine Herausforderung. Geht das auf? Auf die Antwort sind wiederum alle Beteiligten gespannt.

Um „böse Buben“ müssen sich die Leute der Stadtwache beim Altstadtfest nur spaßeshalber kümmern. Ansonsten ist das Sache der Oschatz Security Service GmbH.
Um „böse Buben“ müssen sich die Leute der Stadtwache beim Altstadtfest nur spaßeshalber kümmern. Ansonsten ist das Sache der Oschatz Security Service GmbH. © DA Archiv

Leisnig. Seit mehr als 20 Jahren hat Leisnig ein Burg- und Altstadtfest gefeiert. Mal gab es hier kleinere Abweichungen, mal da. Das Konzept wurde angepasst, Neues probiert und wieder verworfen.

Doch diesmal gibt es ein weitgehend neues Konzept, worauf auch die Sicherheitspläne abgestimmt worden sind. Das Festgelände ist weniger abgegrenzt als in der Vergangenheit. Es erstreckt sich auf der einen Seite über den gesamten Markt, wo beispielsweise Schausteller für Unterhaltung sorgen werden. 

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Dann geht es in bekannter Weise weiter auf der oberen Kirchstraße und dem Kirchplatz. Dort gibt es ähnlich wie in den Vorjahren Handel und Gastronomie, auf dem Kirchplatz wieder eine Bühne, umreißt Hauptveranstalter Michael Köhler. Er ist auch für das „Bespielen“ der Bühne nahe der Taverne zuständig. Dann schließt sich der historische Festteil an, für den die Handwerkerstraße unter Regie von Schmied Klaus-Dieter Reißmann und Müller Hans-Hermann Schleußner zuständig sind. 

Auf dem Burglehn treffen die Besucher Schleußner zufolge Handwerker unterschiedlicher Gewerke an und können ihnen teils bei der Arbeit zusehen. Bader und Seiler werden ihr Lager diesmal unter der großen alten Linde aufschlagen. Nebenan auf einer privaten Wiese dürfen sich die „Streithammel“ – eine Rittergruppe – präsentieren. Fertig zur Präsentation ist auch der Leisniger Riesenstiefel. Die historische Presse steht zur Münzprägung 2019 bereit.

Schon durch die Aufweitung des Festgeländes und das erwartete größere Publikum muss das Sicherheitskonzept ein etwas anderes sein als bei zurückliegenden Festen. „Es wird mehr Personal im Einsatz sein“, so Uwe Dietrich vom Ordnungsamt. Wie er sagt, könne trotz neuem Hauptveranstalter auf die Oschatz Security Service GmbH zurückgegriffen werden. „Wir arbeiten schon länger mit diesem Dienstleister zusammen.“

Bestreift wird das Gelände während des gesamten Festes, also auch nachts. Uwe Dietrich bittet die Besucher, nichts bei sich zu führen, was als Waffe gebraucht werden könnte. Auch das Mitbringen von Getränken in Glasflaschen sei im Interesse eines friedlichen Festes unerwünscht. Dass die drei Tage so verlaufen, sei genauso Anliegen der Sicherheitsleute und aller Mitwirkenden.

Ebenfalls zum Sicherheitskonzept gehört eine Schau in puncto Brandschutz. Am Mittwoch gibt es Dietrich zufolge eine Begehung mit der Feuerwehr. Überall, auch auf dem wieder dicht „bespielten“ Burglehn, müssen Lösch- und Rettungsfahrzeuge hinkommen. „Jedes Jahr war der Einsatz von Sanitätern nötig. Mal hatte sich jemand den Fuß verstaucht. Voriges Jahr ist eine Frau wegen großer Hitze umgekippt“, so der Mann vom Ordnungsamt. Die Breite von Rettungsfahrzeugen ist im Vorfeld schon bei der Bühnengröße berücksichtigt worden. Auch beim Aufbau von Buden und Ständen ist nun daran zu denken.

Insgesamt ist das Konzept mit Vertretern von Polizei, Haupt- und Mitveranstalter sowie Feuerwehr abgestimmt. Während des Festes wird auch die ansonsten noch vollständig gesperrte Johnnistalstraße per Ampel einseitig befahrbar sein.

„Wir hoffen, dass das neu konzipierte Altstadtfest gut angenommen wird“ – das sagen übereinstimmend alle, die sich in die Vorbereitung eingebracht haben und vom 23. bis 25. August für Besucher da sein werden. Das bisherige Fest mit überwiegend historischem Anstrich hatten zuletzt immer weniger Gäste besucht. Vor allem Einheimische übten Kritik an den Eintrittspreisen. Deshalb ist mit Michael Köhler ein professioneller wie kommerzieller Anbieter eingestiegen. „Alle Händler zahlen höhere Standgebühren, damit den Besuchern der Eintritt erspart bleibt“, so Köhler.

„Schön, dass wir trotzdem auch den historischen Teil erhalten können“, findet Hans-Hermann Schleußner. Für den habe die Handwerkerstraße in der Vergangenheit vor allem von Auswärtigen immer wieder gute Kritiken bekommen.

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