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Radeberg: Mehr Leute bei Corona-Protest

Sie wandten sich am Montagabend gegen Einschränkungen im Zusammenhang mit der Pandemie. Eine zunächst angemeldete Demo wurde abgesagt.

Etwa 70 Teilnehmer des "stillen Protestes" zogen am Montagabend durch die Radeberger Innenstadt.
Etwa 70 Teilnehmer des "stillen Protestes" zogen am Montagabend durch die Radeberger Innenstadt. © Sven Ellger

Radeberg. Auf dem Radeberger Marktplatz haben sich am Montagabend rund 70 Menschen zu einem "stillen Rundgang" versammelt. Sie standen zunächst in kleinen Gruppen zusammen und zogen dann durch die Innenstadt. Mit dem "Spaziergang" protestierten sie gegen die ihrer Ansicht nach unangemessenen Beschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. 

Einer der Teilnehmer sagte: "Die wirtschaftlichen Maßnahmen sind überzogen, sie schaden mehr, als sie nutzen." Auch werde mehr Wirbel um den Beginn der Bundesliga gemacht, als um die Wiederaufnahme der Betreuung in Kitas und Schulen. "Das halte ich für falsch."

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Thomas Kirschner, der den "stillen Protest" in der vergangenen Woche organisierte, hatte diesmal eine Demonstration angemeldet, die auch genehmigt worden war. Am Donnerstag zog er die Anmeldung jedoch wieder zurück. "Als Auflage haben wir unter anderem mitgeteilt bekommen, dass die Teilnehmer Mund- und Nasenschutz tragen müssen. Wir hätten also etwas verwenden müssen, wogegen wir ausdrücklich sind", sagte er. 

Seiner Ansicht nach gehe es auch nicht, an einer Demonstration teilzunehmen, ohne Gesicht zu zeigen. "Deshalb haben wir uns wieder für den stillen Protest entschieden. Da müssen wir auch keine Schutzmaske tragen." Wie auch beim Rundgang am vergangenen Montag wurden keinerlei Plakate gezeigt oder Reden gehalten. Vor einer Woche lag die Zahl der Teilnehmer bei rund 30. Allerdings regnete es an diesem Abend stark. (SZ/td)

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