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Radebeul

Mehr Unfälle mit Motorradfahrern

Die Statistik der Polizei sagt, es gibt einen minimalen Rückgang der Unfallzahlen im Kreis Meißen insgesamt. Neun Menschen kamen im vorigen Jahr ums Leben.

Das passierte im März dieses Jahres. Ein tödlicher Motorradunfall auf der B 6 bei Klappendorf. Beim Überholen in einer Rechtskurve verlor der 27-jährige Fahrer die Kontrolle über seine Maschine. Er starb am Unfallort.
Das passierte im März dieses Jahres. Ein tödlicher Motorradunfall auf der B 6 bei Klappendorf. Beim Überholen in einer Rechtskurve verlor der 27-jährige Fahrer die Kontrolle über seine Maschine. Er starb am Unfallort. © Roland Halkasch

Landkreis. Es ist keine schöne Bilanz, die die Polizei einmal im Jahr veröffentlicht. Und für den Kreis Meißen ist sie das erst recht nicht – die Unfallbilanz für das vergangene Jahr. Die Quintessenz: Es gab mehr Unfälle mit Motorradfahrern und einen minimalen Rückgang der Gesamtunfallzahlen, so informiert der Leiter der Dresdner Verkehrspolizei, Polizeirat Gerald Baier.

Die Polizei gibt für den Kreis Meißen (ohne Bundesautobahn) für das Jahr 2019 5.479 Verkehrsunfälle an, was einem Rückgang um 1,1 Prozent entspricht. Ein großer Teil der Unfälle ging mit Blechschäden ab. Allerdings kamen etwa bei einem knappen Fünftel der Unfälle Personen zu Schaden.

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Im Landkreis Meißen verunglückten im vergangenen Jahr 918 Personen bei Verkehrsunfällen. Neun Menschen (2018: 11) kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Die Zahl der Schwerverletzten sank auf 242. Die Zahl der Leichtverletzten stieg auf 667. Es gibt auch eine richtig gute Nachricht: Im zurückliegenden Jahr kam auf den Straßen im Landkreis Meißen kein Kind ums Leben (2018: 1).

Viele verletzte Kinder mit Fahrrad

Dennoch erlitten 17 Kinder (2018: 15) schwere Verletzungen, weitere 73 (2018: 47) wurden leicht verletzt. Die verunglückten Kinder waren als Radfahrer (40), als Fußgänger (21) und als Mitfahrer (29) beteiligt. Die Anzahl der verletzten mitfahrenden Kinder verdoppelte sich nahezu.

Bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden waren die Hauptunfallursachen im Landkreis Meißen Vorfahrtsfehler (21,4 Prozent), gefolgt von nicht angepasster Geschwindigkeit (16,6 Prozent) und von Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren (15,1 Prozent).

Richtig dramatisch hat die Zahl der Unfälle mit Motorradfahrern zugenommen. Vielfach waren junge Biker beteiligt. Die Reihe der Unfälle begann im März und zog sich bis kurz vor Weihnachten hin. Zu Jahresbeginn war es ein Zusammenstoß mit einem Pkw bei Obermuschütz auf der B 6, nahe dem Blitzer. Der Motorradfahrer musste ins Krankenhaus. Kurz vor Weihnachten verstarb ein Biker, der erst 17 Jahre alt war, nach einem Zusammenstoß mit einem Pkw nahe Nossen.

©  SZ-Grafik: Gernot Grunwald

Die Statistik besagt: Im zurückliegenden Jahr ist die Zahl der an Verkehrsunfällen beteiligten Motorradfahrer auf 69 gestiegen (2018: 51). Insgesamt 45 (2018: 31) Motorradfahrer wurden verletzt, drei (2018: 1) von ihnen tödlich. Weitere 23 Motorradfahrer erlitten schwere und 19 leichte Verletzungen.

Es gibt eine gefährliche Zunahme von Unfällen, bei denen Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss beteiligt waren. Deren Zahl stieg auf 118 (2018: 102). 103 und damit die Mehrzahl dieser Unfälle wurde von Personen verursacht, die betrunken mit dem Auto unterwegs waren.

Fast jeder Fünfte flüchtete

Bei fast jedem fünften Unfall im Landkreis Meißen haben die Verursacher versucht, sich der Verantwortung zu entziehen. Die Polizei registrierte 1.190 Unfallfluchten (2018: 1.167). 483 davon konnten durch die Beamten geklärt werden. Damit lag die Aufklärungsquote bei 40,6 Prozent.

Polizeirat Gerald Baier zur Gesamtlage: „Der leichte Rückgang an Verkehrsunfällen darf nicht über die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten hinwegtäuschen. Jeden Tag registrieren wir im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Dresden rund 13 Verletzte. Aller 16 Tage stirbt statistisch einer unserer Mitmenschen auf der Straße. Die Verkehrsunfallprävention ist nicht nur polizeiliche Aufgabe, sondern Verpflichtung jedes Einzelnen.“

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