merken
PLUS Zittau

Mehr Zuschuss für die "Bohrinsel"

Die Stadt Zittau gibt weitere 250.000 Euro für die Sanierung der Baderstraße 19. Das soll aber die letzte Aufstockung sein.  

Das in der Mitte allein stehende Haus ist die Zittauer Uhreninsel.
Das in der Mitte allein stehende Haus ist die Zittauer Uhreninsel. © Foto: J. Neumann-Weinbeer/www.zittauer-blickwinkel

Der neue Eigentümer der Baderstraße 19 - der Uhreninsel - bekommt für die Sanierung des Hauses statt wie bisher zugesagt 900.000 nun 1.150.000 Euro. Das hat der Zittauer Stadtrat auf seinen Antrag hin mit 16 Ja-, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung entschieden. Ein Drittel der Summe übernimmt die Stadt, der Rest kommt aus anderen staatlichen Töpfen.

Zur Begründung hatte es unter anderem geheißen, dass der ursprüngliche Finanzbedarf auf Basis von Schätzungen und Hochrechnungen entstanden ist. Nach einer detaillierten Planung durch Fachleute und wegen der derzeit hohen Preise für Baufirmen sind die Gesamtkosten von knapp 1,3 auf rund zwei Millionen Euro gestiegen. Susanne Wintzen-Lienig, Chefin der Stadtentwicklung, warb angesichts der besonderen Bedeutung des denkmalgeschützten Gebäudes im Stadtzentrum um die Zustimmung des Rates.

Anzeige
Projektleiter Online Marketing gesucht
Projektleiter Online Marketing gesucht

Lust auf eine digitale Karriere in Ostsachsen? Unbefristet, Vollzeit, Option auf Home Office. Ganz viel schöne Gegend vor der Tür. Lass uns reden!

Dagegen sprach sich unter anderem Stadtrat Jörg Gullus (FDP-Mandat) aus. Er sagte, dass er das Gefühl habe, dass die Privatbesitzer immer dann zur Stadt kommen, wenn die Säge klemmt. Auch Thomas Kurze (FBZ) kritisierte, dass die Stadt seiner Meinung nach in den letzten Jahren zu oft nachträglich Zuschüsse aufgestockt habe und forderte, dass das ein Ende haben beziehungsweise die absolute Ausnahme sein muss. 

Er regte zudem im Scherz an, ob man das Gebäude, in das nach der Sanierung ein Zahnarzt einziehen soll, nicht in Bohrinsel umbenennen sollte. Bisher wird die Baderstraße 19 im Volksmund Uhreninsel genannt, weil das Gebäude so separat in der Stadt wie ein Insel im Meer steht und bis vor einigen Monaten von einem sehr traditionsreichen Uhrenladen im Erdgeschoss dominiert wurde.

Weitere lokale Nachrichten:

www.sächsische.de/zittau

Mehr zum Thema Zittau