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Mehrzweckhalle Rohne wird saniert

Das einst von Bürgern des Dorfes selbst erbaute Objekt wird vielseitig genutzt. Damit das auch weiterhin möglich ist, sind Bauarbeiten dringend nötig.

Die Mehrzweckhalle in Rohne war wegen Corona lange Zeit nicht vermietet. Normalerweise wird sie intensiv genutzt – und braucht deshalb jetzt eine Frischekur.
Die Mehrzweckhalle in Rohne war wegen Corona lange Zeit nicht vermietet. Normalerweise wird sie intensiv genutzt – und braucht deshalb jetzt eine Frischekur. © Constanze Knappe

Die Mehrzweckhalle im Schleifer Ortsteil Rohne war mal ein Schmuckstück. Dass sie es wieder wird, dafür hat der Ortschaftsrat am Mittwochabend die Weichen gestellt. Über die Jahre sei immer mal renoviert und gestrichen worden. Nun ist es an der Zeit, etwas mehr zu tun. Einstimmig beschloss der Ortschaftsrat die Sanierung und beauftragte Bürgermeister Reinhard Bork (parteilos), die dafür notwendigen Maßnahmen einzuleiten.

Das Gebäude soll an die Erdgasversorgung angeschlossen werden und eine Gasheizung bekommen, „damit wir endlich von den Elektrodingern wegkommen“, wie es Ortsvorsteher Matthias Jainsch (CDU) salopp formulierte. Außerdem muss der Fußboden erneuert werden. Die Dielung weist diverse Löcher auf, darunter befindet sich der blanke Beton.

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Der Ortschaftsrat schlägt nun deswegen vor, einen Teil des Fußbodens mit Parkett oder Eichendielen zu belegen (je nachdem, was günstiger ist) und den Rest zu fliesen. Die Deckenverkleidung soll erneuert werden. „Wer schon mal hier gefeiert und die Musik aufgedreht hat, weiß, dass man dann das eigene Wort nicht mehr versteht“, begründete der Ortsvorsteher. Aber man könne da etwas dagegen tun. Eventuell wäre auch die Herren-Toilette zu erneuern, die für Damen wurde vor einigen Jahren gemacht. Man suche nach Möglichkeiten für einen zweiten Rettungsweg. Und der Dorfklub hätte gerne einen Türdurchbruch in der Küche.

Aus dem dörflichen Leben nicht wegzudenken

Alles in allem können dafür 127.000 Euro ausgegeben werden. Davon sind 71.000 Euro Fördermittel; die anderen 56.000 Euro hatte der Gemeinderat Schleife dem Ortsteil Rohne aus der Kommunalpauschale zur Entwicklung des ländlichen Raums zuerkannt. Erdgas und Fußboden müssen sein, hieß es im Ortschaftsrat. Alles andere wäre eine Zugabe und hängt von den Baukosten ab und davon, wie weit das Geld für die Vorhaben reicht. „Wir versuchen natürlich, so viel wie möglich zu schaffen“, sagte Matthias Jainsch.

Erbaut wurde die Mehrzweckhalle 1980 in einer Gemeinschaftsaktion Rohner Bürger. 1981 wurde sie eröffnet und ist bis heute aus dem dörflichen Leben nicht wegzudenken. Die benachbarte Kita „Milenka“ nutzt die Halle zum Sport, wenn das Wetter es draußen nicht zulässt. Seniorinnen kommen regelmäßig zur Gymnastik. Sportler, die sich auf dem Sportplatz draußen betätigen, nutzen die Toiletten in der Halle. Vereine organisieren Zamper- und Kirmestanz wie auch etliche andere Veranstaltungen. Überdies kann man die Halle über die Gemeinde Schleife für private Familienfeiern mieten. Eine Mehrzweckhalle eben.

Wegen Corona war sie jetzt lange Zeit nicht vermietet. Das aber sei nicht der Maßstab. Nach Aussage von Matthias Jainsch werde die Halle normalerweise sehr gut genutzt. Entsprechend groß ist das Interesse, das Objekt wieder herzurichten. Seit längerem schon hatte sich der Ortschaftsrat damit beschäftigt.

Spätestens Ende August sollen die Bauarbeiten beginnen. Wenn es ganz gut läuft, könnte der Kirmestanz dann im aufgehübschten Saal stattfinden. Das aber sei im Oktober und damit ein sehr sportliches Ziel. Viel wahrscheinlicher ist die Fertigstellung bis Ende des Jahres. Das hängt natürlich vom Umfang dessen ab, was für die zur Verfügung stehende Summe alles gemacht werden kann.

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