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Hoyerswerda

„Mein Ziel sind 50,5 Prozent im 1. Wahlgang“

Hoyerswerdas SPD hat Awo-Chef Torsten Ruban-Zeh zu ihrem OB-Kandidaten gekürt.

Hier steht Torsten Ruban-Zeh schon einmal vor einem Foto des nächsten beruflichen Ziels: Am 1. November möchte er als Stadtoberhaupt ins Rathaus einziehen.
Hier steht Torsten Ruban-Zeh schon einmal vor einem Foto des nächsten beruflichen Ziels: Am 1. November möchte er als Stadtoberhaupt ins Rathaus einziehen. © Foto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Katharina Korch sorgt für Schlagzeilen. Beruflich tut die Dörgenhausenerin das als Pressesprecherin der Polizei. Zudem war ihr auch schon als Gewinnerin bei „Wer wird Millionär?“ und als erste Feuerwehr-Frau im heimischen Dorf Aufmerksamkeit sicher. Im März meldete die Lausitzwelle, sie sei die SPD-Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl im September. „Es stimmt: Es gab Pläne und Gespräche. Ich habe mich dann aus persönlichen Gründen dagegen entschieden“, erklärt sie. Und: Sie habe danach ihren Stadtratskollegen Torsten Ruban-Zeh gefragt.

Der mit seinem heutigen Geburtstag 57-Jährige stand am späten Mittwochnachmittag bei einer Mitgliederversammlung des SPD-Ortvereins im Saal der LebensRäume-Genossenschaft und machte klar, dass er keineswegs ein Verlegenheitskandidat sein möchte: „Ich weiß, dass das ambitioniert ist, aber mein Ziel sind 50,5 Prozent im ersten Wahlgang“, meinte er, bevor die Nominierungs-Abstimmung 13 Ja-Stimmen und eine Enthaltung ergab. Im Saal saß auch Roald Muspach, der Inhaber der Leipziger Kommunikationsagentur Contas. Wenn schon die angestrebten Bürger-Dialoge wegen der Covid-19-Beschränkungen nicht sofort starten können, soll dennoch die Wahlwerbe-Trommel gerührt werden.

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Torsten Ruban-Zeh ist in Dresden geboren und in Halle aufgewachsen. Er absolvierte eine Lehre zum Maschinen- und Anlagenmonteur und baute parallel sein Abitur. Danach ging es an die Offiziershochschule der NVA in Löbau und die Militärakademie Dresden. Nachdem die Friedliche Revolution dem Wunsch, in die Militär-Diplomatie zu gehen, ein Ende gesetzt hatte, fing Ruban-Zeh im Handel an. 2000 kam er als Chef des Globus-Marktes erstmals nach Hoyerswerda, engagierte sich damals auch als Präsident beim Lausitzer Handball-Verein. 2007 ging er für Globus nach Moskau. Seine Ehefrau Evgenia ist gerade dabei, deutsche Staatsbürgerin zu werden. Nach der Rückkehr 2011 übernahm Ruban-Zeh die Führung der örtlichen Arbeiterwohlfahrt: „Wir haben es geschafft, die Awo vom defizitären zu einem starken Unternehmen mit 720 Mitarbeitern und mit 37 Millionen Jahresumsatz zu machen.“ Der Vater von vier Kindern ist zudem Präsident beim Sportclub, Aufsichtsrat der LebensRäume-Genossenschaft sowie im Vorstand des Stadtmarketing-Vereins. Er findet: „Hoy kann mehr.“ Das soll zumindest der Slogan für den Wahlkampf sein.

Die CDU hat indessen erklärt, dass ihre Nominierungsversammlung am 12. Juni stattfinden wird.

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