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Brücks modeln fürs Titelfoto

Die Stadt Meißen hat einen neuen Ratgeber für Senioren vorgestellt – an einem besonderen Ort.

OB Olaf Raschke, Helmut und Annette Brück sowie Katharinenhof-Chef Michal Kotrc (v.l.n.r.) bei der Vorstellung des neuen Meißner Seniorenratgebers.
OB Olaf Raschke, Helmut und Annette Brück sowie Katharinenhof-Chef Michal Kotrc (v.l.n.r.) bei der Vorstellung des neuen Meißner Seniorenratgebers. © Stadt Meißen

Meißen. „Es war ein anstrengender, steiniger und schmerzhafter Prozess, der mich letztendlich in eine neue Freiheit und tiefen inneren Frieden führte“. So beschreibt Annette Brück ihren Eintritt in den Ruhestand in der neuesten Ausgabe des Seniorenratgebers der Stadt Meißen. Die bekannte Meißner Geschäftsfrau führte gemeinsam mit ihrem Mann Helmut die Firma Brück & Sohn in siebter Generation. Annette und Helmut Brück ließen sich für das Titelfoto der siebten Ausgabe des Meißner Seniorenratgebers fotografieren.

Annette und Helmut Brück zeigen damit auch, wie aktiv die Generation 60plus ist, sagte Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) am Mittwoch bei der Vorstellung der 90 Seiten umfassenden Broschüre, die zugleich ein Ratgeber sein will. Das Büchlein enthält Informationen und Adressen, die für Senioren wichtig sind.

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Die Bürgerpolizisten stellen sich darin ebenso vor wie die von verschiedenen Parteien und Vereinen entsandten Mitglieder des Meißner Seniorenbeirates. Das Heft vermittelt Kontakt zu Tafel, zum Friedenrichter, aber auch zur Seniorentheatergruppe. Es vermittelt Hinweise zum Betreuungsrecht und stellt den Kontakt zu Selbsthilfegruppen her. Aber auch Hinweise zu Ärzten, Pflegeinrichtungen und Pflegedienstleistern finden sich in der Broschüre, die das Unternehmen Meißen Media im Auftrag der Gleichstellungs- und Seniorenbeauftragten Gabriele Richter herausgegeben hat.

„In unserem Seniorenratgeber haben wir versucht, diese Angebote zu bündeln, sodass das Heft in allen Lebenslagen ein hilfreicher Begleiter für den Alltag in Meißen sein kann“, so Gabriele Richter. Der neue Seniorenratgeber, der in einer Auflage von 5.000 Stück erscheint, liegt nun im Rathaus, in den Verwaltungsstellen des Landkreises sowie in zahlreichen Alten- und Pflegeeinrichtungen aus.

Katharinenhof wächst

Für die öffentliche Vorstellung der neuen Broschüre hatten die Herausgeber die Seniorenresidenz Katharinenhof ausgewählt. Seit der Sanierung des historischen Gebäudes und der Wiederbelebung des Areals an der Wilsdruffer Straße leben hier 17 Senioren in Wohngruppen. Eine Tagespflegeeinrichtung kann bis zu 24 Senioren betreuen. Im neuen Haus 3 sind eine Intensivpflege und elf Wohneinheiten mit Wohnflächen zwischen 30 und 60 Quadratmetern entstanden, von denen fast alle bereits vermietet sind, wie Leiter Michal Kotrc berichtet. Im sanierten Haus 2, das bis Oktober fertig sein wird, ist künftig Platz für eine Physiotherapie, eine Arztpraxis, Pflegebüros und vier weitere Wohnungen.

Und es gibt weitere Pläne. So soll im nächsten Jahr ein weiteres Gebäude mit insgesamt 36 Wohnungen entstehen, wie der Seniorenratgeber bereits informiert. Außerdem will Michal Kotrc den öffentlichen Park mit der Aussichtsplattform in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde neu gestalten. Dazu hat er eine Studie bei einem Landschaftsarchitektenbüro in Auftrag gegeben. 

Annette und Helmut Brück hat Michal Kotrc am Rande der Vorstellung des Seniorenratgebers übrigens um Unterstützung gebeten. „Sie haben doch bestimmt eine Abbildung des historischen Pavillons in Ihren Archiven“, wandte er sich an seine Gäste. Gerne sicherten sie ihm zu, nachzuschauen und Dokumente zur Verfügung zu stellen.

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