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DDR-Xylofonstar Warkus gestorben

Der bekannte Meißner ist mit 69 Jahren den Folgen eines Herzleidens erlegen.

Verschmolzen mit seinem Xylofon: So wird Bernd Warkus in Erinnerung bleiben.
Verschmolzen mit seinem Xylofon: So wird Bernd Warkus in Erinnerung bleiben. ©  Archivfoto: Claudia Hübschmann

Meißen. Er hat aus seiner Krankheit kein Hehl gemacht. „Manchmal geht es schneller, als man denkt. Schlimmer, als man je zu zu hoffen vermutete“, schreibt der Meißner Ausnahme-Musiker Bernd Warkus am 4. Juni in einem sehr persönlichen Eintrag auf Facebook. Nun ist er an den Folgen eines Herzleidens gestorben. Schon in den letzten Jahren war zu verfolgen, wie dem 69-Jährigen die Krankheit immer stärker körperlich zusetzte. Trotzdem blieb er stets ein charmanter, humorvoller und oft hintersinniger Gentleman.

Bereits mit sechs Jahren begann der Meißner, auf dem Xylofon die Schlägel zu schwingen. Sein Großvater, selbst zu Hause auf dem besonderen Instrument, gab den Ausschlag. Der alte Herr brachte dem Enkel die Grundlagen bei und machte ihm vor allem unmissverständlich klar, dass ein erfolgreicher Musiker nicht nur auf Inspiration zählen darf, sondern auch ein gehöriges Maß an Transpiration zu einer gelungenen Musikerkarriere gehört.

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Der jetzt verstorbene Musiker Bernd Warkus und Promi-Wirt Ullrich Baudis gaben sich am 20. Juni 2012 das Ja-Wort in Meißen. Zahlreiche DDR-Unterhaltungspromis wie Dagmar Frederic waren zu Gast.
Der jetzt verstorbene Musiker Bernd Warkus und Promi-Wirt Ullrich Baudis gaben sich am 20. Juni 2012 das Ja-Wort in Meißen. Zahlreiche DDR-Unterhaltungspromis wie Dagmar Frederic waren zu Gast. ©  Archivfoto: Claudia Hübschmann

Ihm sei es Zeit seines Lebens darum gegangen, dem von anderen Kollegen mitunter etwas abschätzig beurteilten Xylofon zu der ihm gebührenden Anerkennung zu verhelfen, so Bernd Warkus. Seine Strategie sei es gewesen, dieses Ziel durch eigens für dieses Instrument arrangierte klassische Stücke zu erreichen. In den 1970er und 1980er Jahren sei ihm mit vielen Auftritten im Berliner Friedrichstadtpalast und im DDR-Fernsehen eine Rehabilitation des Xylofons gelungen.

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Den Meißnern wird er in Erinnerung bleiben durch seine Auftritte in der Weihnachtsgala „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“ sowie durch zahlreiche Einlagen bei Shows, die er mit seinem Ehepartner Ullrich Baudis organisierte.

In einer früheren Version war von einem Krebsleiden bei Bernd Warkus die Rede. Diese Information hat sich als nicht korrekt herausgestellt.

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