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Meißner Läden und Gaststätten büßen massiv ein

Im Kreis Meißen gibt es am Donnerstag eine weitere infizierte Person. Die Pandemie schadet Handel und Tourismus- Branche ganz erheblich.

Dr. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der Industrie-und Handelskammer Dresden, spricht im SZ-Sommerinterview über die Folgen des Lockdowns für Gastronomie und Handel.
Dr. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der Industrie-und Handelskammer Dresden, spricht im SZ-Sommerinterview über die Folgen des Lockdowns für Gastronomie und Handel. © IHK Dresden

Von Julia Vollmer

Meißen. Im Landkreis Meißen sind nach Angaben des Landratsamtes bislang 245 Personen positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet worden. Das ist eine Person mehr als am Vortag. Von allen bislang positiv getesteten Personen befinden sich drei in behördlich angeordneter Quarantäne. Außerdem gibt es drei Kontaktpersonen von positiven Fällen. Unabhängig vom Status der Quarantäne ist aktuell keine Person stationär aufgenommen. 20 Personen sind insgesamt verstorben.

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© Gesundheitsamt Meißen
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Die Folgen der Pandemie für Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie sind teilweise „existenzbedrohend“. So schätzt es der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Dresden Detlef Hamann ein. Die typischen Einzelhandelsgeschäfte in Innenstädten, beispielsweise Textilfachgeschäfte oder Buchhändler, werden im Gesamtjahr sehr schmerzhafte Umsatzrückgänge verzeichnen, prognostiziert der IHK-Chef. Langfristig dürfte Corona den Trend zum Onlinehandel noch verschärfen.

Während alle Ladengeschäfte geschlossen waren, liefen die Bestellungen über das Internet reibungslos weiter. Dadurch werden stationäre Händler auch bei wieder geöffneten Geschäften Umsatzanteile an Wettbewerber im Netz verlieren.

Nachholeffekt fällt zu gering aus

Ähnlich schwierig stellt sich die Situation in Restaurants und Hotels dar. Inzwischen können sowohl Gastronomen als auch Einzelhändler wieder öffnen – allerdings unter teilweise noch sehr strengen Auflagen. 

In der Gastronomie gelten derzeit viele Hygienevorschriften, die unter anderem auch den Abstand zwischen den Tischen vorgeben. „Das hat natürlich zur Folge, dass bei begrenzter Gesamtfläche nur noch zwei Drittel oder die Hälfte der üblichen Anzahl an Gästen bewirtet werden kann“, so Hamann. Es sei zu beobachten, dass viele Gastronomen ganz genau rechnen: Was lohnt sich an der Stelle betriebswirtschaftlich noch und was nicht mehr?

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Einen kleinen Lichtschimmer am Horizont sieht der Geschäftsführer zumindest für die Gastronomie. Diese erlebe nach den zehn Wochen Betriebsschließungen einige Nachholeffekte. Die Menschen wollten nach dem Lockdown wieder in Restaurants und Biergärten. Ob allerdings aufs Jahr gerechnet dieser Effekt die Phase der Betriebsschließungen ausgleicht, würde er nach heutigem Stand bezweifeln. (SZ)

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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