SZ +
Merken

Meißen wird Exportzentrum für Rinder

Für die neue Aufgabe wird die Bullenstation umgebaut. An der Schlettaer Straße entsteht ein Verwaltungs-zentrum für 40 Mitarbeiter.

Teilen
Folgen

Von Harald Dassler

Meißen hat auch bei Landwirten einen guten Namen: Dass Kühe in sächsischen Betrieben deutschlandweit die meiste Milch geben, ist auch ein Verdienst der Rinderzuchtstation in Meißen-Korbitz, die von der Masterrind GmbH betrieben wird. Künftig sollen hier Zuchttiere vermarktet werden, erklärt Dieter Schlunke, der Vizechef des Verwaltungsrates der Masterrind GmbH: „Hierher kommen überzählige Zuchtrinder, die Bauern und Betriebe verkaufen wollen“. Tierhalter vor allem aus Nordafrika und Osteuropa, die stark an Zuchttieren aus Deutschland interessiert sind, können diese in Meißen begutachten und ordern. Das erspart lange Fahrten durch den Freistaat, erklärt Dieter Schlunke den Vorteil der Neuausrichtung.

Für die sächsischen Tierproduzenten bringt das Meißner Exportzentrum die Aussicht auf neue Einnahmequellen, gerade in Zeiten schwankender Milchpreise. Außerdem reagiert das Unternehmen auf veränderte Marktbedingungen, seit ein neues Zuchtwertschätzungsverfahren eine Verringerung von Bullen-Beständen bewirkte. In Meißen werden so auch die Arbeitsplätze der rund 100 Masterrind-Mitarbeiter in Sachsen gesichert.

Derzeit wird der Stall in eine Sammelstelle umgebaut. In der nächsten Woche beginnen Betonarbeiten. Bis Oktober wird der Stall so umgestaltet, dass darin 120 Tiere Platz finden und für den Verkauf ins Ausland vorbereitet werden können. Dafür sind 200000 Euro veranschlagt. Danach soll in der Schlettaer Straße der Bau eines Masterrind-Verwaltungszentrums beginnen, so Dieter Schlunke. Darin sollen 40 Mitarbeiter Platz finden. In dieses Vorhaben will das Unternehmen rund eine Million Euro investieren.