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Meißens Ex-OB Thomas Pohlack gibt in Halle auf

Er werde sich nicht erneut als Bürgermeister zur Wahl stellen, sagte Pohlackin der Saale-Stadt.

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Von Peter Anderson

Meißens früherer Oberbürgermeister Thomas Pohlack muss stärker auf seine Gesundheit achten. Er leide seit vier Jahrzehnten an Diabetes, müsse sich täglich sechsmal Insulin spritzen. In den vergangenen Monaten sei es zu Komplikationen gekommen. Deshalb werde er nur noch bis zum Sommer in Halle als Baudezernent tätig sein und sich nicht für den Posten als Bürgermeister zur Wiederwahl stellen. Das sagte der 55-Jährige am Ende vergangener Woche auf einer Pressekonferenz in Halle. Wie es danach für ihn weitergehe, sei derzeit noch offen.

Bereits seit Wochen hatte es Spekulationen um Pohlack gegeben. Mitte November war er kurzzeitig verschwunden, tauchte aber wieder auf. Seitdem war der Hallenser Bürgermeister krankgeschrieben.

In Meißen arbeitete Pohlack von 1994 bis 2004 als Oberbürgermeister. In seiner Amtszeit gab er wichtige Impulse für die Sanierung der Altstadt. Viele der von ihm angeschobenen Projekte – wie den Bau des Schottenbergtunnels – konnte er nicht vollenden. Pohlack überwarf sich mit seiner Partei, der CDU, und geriet nach Kritik des Rechnungshofes an Fördermittelzahlungen für sein Haus in Meißen in die Schlagzeilen.