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Meißens musikalischste Grundschule

Die Questenberg-Grundschule bietet ein musisches Profil an. Sie SZ sprach darüber mit Schulleiterin Romy Krawczyk.

© hübschmann

„JeKi“ – hinter dieser Abkürzung verbirgt sich das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“, an dem sich die Grundschule auf dem Questenberg bereits seit dem vorigen Schuljahr beteiligt. Das ist aber nur ein Baustein innerhalb des künstlerisch-musischen Profils, mit dem die Schule auf sich aufmerksam macht.

Frau Krawczyk, Ihre Schule gibt sich ein Profil. Das ist ungewöhnlich für eine Grundschule. Hier sollen die Kinder doch vor allem Lesen, Schreiben und Rechnen lernen.

Familie
Vater, Mutter und Kinder
Vater, Mutter und Kinder

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Die Kinder sollen vor allem mit Freude lernen. Das hat die Überlegungen für unser neues Schulprogramm bestimmt. Außerdem haben wir Lehrer überlegt, wie wir bei unseren Schülern noch besser dabei helfen können, Konzentration und Ausdauer, Ehrgeiz und Willen aber auch Selbstbewusstsein und Selbstachtung auszuprägen.

Wie setzen Sie diesen Anspruch um?

Eine Idee ist, das mit einem gemeinsamen Ziel zu verknüpfen: Wir wollen gemeinsam auftreten, uns präsentieren. 35 Kinder singen im Schulchor, der bei uns zu den Ganztagsangeboten zählt. Außerdem bieten wir innerhalb des „JeKi“-Projektes allen Schüler der ersten und zweiten Klassen an, ein Instrument zu erlernen. Die Instrumente stellt die Musikschule des Landkreises zur Verfügung. Im regulären Musikunterricht erlernen alle Schüler ab der ersten Klasse das Flötenspiel. Außerdem nehmen sie mittwochs am Instrumentenkarussell der Musikschule teil. In der zweiten Klasse entscheiden die Kinder sich dann, ob sie weiter ein Instrument spielen wollen. Gemeinsam mit ihren Eltern wählen sie das Instrument aus, für das sie sich begeistern.

Und wer nun partout nicht musikalisch ist?

Ich lege großen Wert darauf, alles sehr spielerisch zu gestalten. Wenn zum Beginn der Musik-Stunde die Schüler einen gemeinsamen Ton auf den Flöten spielen, dann haben sie einfach Freude am Unterricht. Und darum geht es doch! Außerdem begeistern gemeinsame Auftritte und der darauf folgende Applaus auch die „unmusikalischen“ Schüler. Das beflügelt ihre Motivation und ihren Ehrgeiz.

Wäre es nicht wichtiger, den Kindern Anregungen für mehr Bewegung oder zur gesunden Lebensweise zu vermitteln?

Natürlich haben wir mehrere Sport-AGs als Ganztagsangebot. Und wir beteiligen uns an einem Projekt zur kindgerechten Gesundheitserziehung. Aber wir haben uns bewusst für das künstlerisch-musische Profil als Ergänzung zum Schulalltag entschieden. Dazu gehören kreative Angebote am Nachmittag wie die Töpfer- und Papierwerkstatt mit der Meißner Künstlerin Else Gold, eine Erzählwerkstatt und eine Zumba-Gruppe. Wie ich schon erwähnte, entstehen hier auch Beiträge für Programme, mit denen wir uns als Schule in der Öffentlichkeit präsentieren. Aber auch in der Schule wollen wir Veranstaltungen wie das Weihnachtssingen oder ein Frühlingskonzert im Schuljahreskalender etablieren.

Wann findet das Frühlingssingen statt?

An diesem Freitag. Beim 1. Schülerkonzert, das um 16 Uhr beginnt, wollen unsere Kinder auch zeigen, was sie am Instrumentenkarussell gelernt haben. Sie begleiten den Schulchor. Von 17 bis 18 Uhr laden wir zum Tag der offenen Tür ein.

Gespräch: Harald Daßler