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Meißen

Meißens OB kämpft um Bildungsstadt

Olaf Raschke führt hinter den Kulissen Gespräche zur Lehrer-Fortbildung und der Evangelischen Akademie.

„Ich bin froh, dass wir diese wichtige Einrichtung hier komplett halten konnten“, sagt der Meißner Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) über die sächsische Verwaltungshochschule.
„Ich bin froh, dass wir diese wichtige Einrichtung hier komplett halten konnten“, sagt der Meißner Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) über die sächsische Verwaltungshochschule. © Claudia Hübschmann

Meißen. Olaf Raschke ist zuversichtlich. „Nach Aussagen von Landesbischof Carsten Rentzing werden wir hier nicht weniger Gäste begrüßen als bisher“, sagt der Meißner Oberbürgermeister (parteilos).

Er nimmt damit Bezug auf einen Sparbe-schlusss der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Dieser betrifft auch die in Meißen ansässige Evangelische Akademie. Immer wieder bietet diese hochkarätig besetzte Seminare, Diskussionsrunden und thematische Tagungen an.

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Diese sollen auch weiterhin in Meißen stattfinden, sagt Raschke. So habe er den Landesbischof verstanden. Lediglich die Verwaltung werde in Dresden zentralisiert. Das mache in seinen Augen auch Sinn.

Das Thema Bildungsstandort Meißen hat Raschke in den vergangenen Wochen stark beschäftigt. Zu diesem Feld zählt auch der angekündigte Umzug der sächsischen Lehrerfortbildung aus dem romantischen Schloss Siebeneichen in ein gesichtsloses Hochhaus in Kamenz. Erneut sind Kostengründe ausschlaggebend.

Meißens OB hält in diesem Punkt das letzte Wort noch nicht für gesprochen. „So weit mir bekannt ist, passiert in dieser Sache praktisch noch gar nichts“, sagt der 56-Jährige. Nach seiner Ansicht ist Meißen aufgrund der Nähe zu Dresden und nicht zuletzt wegen der Atmosphäre in Siebeneichen der besser geeignete Ort für die Lehrerfortbildung. Das Platzproblem könne durch ein neu zu bauendes Gästehaus gelöst werden. Die Kosten dürften kaum höher liegen, als für einen Umzug in das noch auszubauende Kamenzer Hochhaus.

Bereits erfolgreich war Raschkes Engagement für die Expansion der sächsischen Verwaltungshochschule in der Stadt. „Ich bin froh, dass wir diese wichtige Einrichtung hier komplett halten konnten“, sagt er. Neue Hörsäle und Seminarräume seien gesucht worden. In einem nächsten Schritt kümmere sich die städtische Wohnungsgesellschaft Seeg um Unterkünfte für die Studenten.

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