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Meißner CDU gegen Vermögensabgabe

Die Christdemokraten widersprechen einem Vorstoß des SPD-Landtagsabgeordneten Frank Richter.

Sollten "Reiche" eine Extra-Abgabe für die Bewältigung der Corona-Krise zahlen? Darüber wird auch in Sachsens Politik gestritten.
Sollten "Reiche" eine Extra-Abgabe für die Bewältigung der Corona-Krise zahlen? Darüber wird auch in Sachsens Politik gestritten. © Monika Skolimowska/dpa

Meißen. Als "sozialistisches Folterinstrument" bezeichnet der Meißner CDU-Kreisverband den Vorschlag des Landtagsabgeordneten Frank Richter, einen Teil, der in der Corona-Krise nötig werdenden Ausgaben, über eine Vermögensabgabe zu finanzieren. 

Wie es in der von Sprecher Carsten Hahn übermittelten Mitteilung heißt, würden Richter und die Sozialdemokraten dabei einen wichtigen Fakt übersehen. Die größeren Vermögen steckten nicht in protzigen Villen, Luxusautos und Yachten, sondern in Unternehmen, die Arbeitsplätze schafften. Die "Reichen" seien in dieser sozialistischen Debatte die Eigentümer von Familienunternehmen, welche das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden und 60 Prozent aller Arbeitnehmer beschäftigen.

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Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.

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