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Meißner fahren häufiger Rad

Eine Studie der Technischen Universität Dresden zeigt erstaunliche Steigerungsraten.

Meißen ist dabei, sein Defizit beim Radverkehr aufzuholen.
Meißen ist dabei, sein Defizit beim Radverkehr aufzuholen. © André Schulze

Meißen. Gut ein Dutzend aller ihrer Wege legen die Meißner mit dem Rad zurück. Dies zeigt die kürzlich veröffentlichte Studie System repräsentativer Verkehrserhebung (SrV) 2018, mit der die TU Dresden aller fünf Jahre das Verkehrsverhalten in deutschen Städten erhebt.

2013 lag der Radverkehrsanteil in der Stadt noch bei 7,6 Prozent. Damit verzeichnet Meißen mit einer Steigerung von 63 Prozent einen der höchsten Radverkehrszuwächse in allen beobachteten Städten in Sachsen.

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Janek Mücksch, Vorstandsmitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen, freut sich über die wachsende Popularität des Rades: „Wenn mehr Menschen Rad fahren, ist es in der Stadt weniger laut, die Luft wird sauberer, die Menschen gesünder und es gibt weniger Staus. Dass immer mehr Menschen in Meißen Rad fahren, liegt auch an einigen Verbesserungen in der Stadt.“ So können Radfahrende nach langen Diskussionen über die Neugestaltung auch in die Gegenrichtung durch die Neugasse fahren. Das macht die Fahrt mit dem Rad komfortabler und schneller.

Nichtsdestotrotz wird in anderen Städten wie Coswig, Radebeul oder Delitzsch noch viel mehr Rad gefahren, weil die Städte mit der Förderung des Radverkehrs schon etwas weiter sind. Meißen befindet sich im sächsischen Mittelfeld. Der Meißner Stadtrat müsste jetzt weitere Maßnahmen ergreifen, damit die Wege der Meißner mit dem Rad komfortabler, einfacher und sicherer werden, so Mücksch. 

Mindestens einmal die Woche

Beim Fahrradklima-Test des ADFC im gleichen Jahr sagten trotz aller Fortschritte 76 Prozent der Meißner, dass sie sich auf dem Rad gefährdet fühlen. Die SrV-Studie zeigt deutlich, wie wichtig das Fortbewegungsmittel Fahrrad in Meißen ist: 35 Prozent der Meißner geben an, mindestens einmal pro Woche mit dem Rad zu fahren. Nur 28 Prozent nutzen das Fahrrad überhaupt nicht. Ein durchschnittlicher Meißner Haushalt verfügt über 1,66 Fahrräder und 0,96 Autos. Fünf Prozent der Fahrräder in Meißen haben inzwischen eine elektrische Unterstützung. 

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Das System repräsentativer Verkehrsbefragungen (SrV) ist ein seit 1972 laufendes Forschungsprojekt der Technischen Universität Dresden und die älteste Zeitreihe zum Verkehrsverhalten in deutschen Städten. Für die Erhebung im Jahr 2018 wurden 503 zufällig ausgewählte Meißner zu ihrer privaten Mobilität an einem normalen Werktag in Meißen befragt. Sachsenweit waren fast 22.000 Menschen in 25 Städten an der Studie beteiligt. Das SrV bildet die Mobilität der Meißner Wohnbevölkerung ab und zeigt Veränderungen und Trends auf. (SZ/pa)

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