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Meißner in Corona-Zeit häufiger krank

Die Pandemie führt indirekt zu vermehrten Krankschreibungen. In Mittelsachsen bringen Reiserückkehrer das Virus mit.

Offenbar blieben viele kränkelnde Meißner zu Corona-Hochzeiten zu Hause, um andere Menschen nicht zu gefährden. Einige dürften auch Angst vor Ansteckung auf Arbeit gehabt haben.
Offenbar blieben viele kränkelnde Meißner zu Corona-Hochzeiten zu Hause, um andere Menschen nicht zu gefährden. Einige dürften auch Angst vor Ansteckung auf Arbeit gehabt haben. © dpa-Zentralbild

Meißen. Ängste, Depressionen und Erkältungssymptome: Während der Corona-Pandemie sind laut Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse im März 2020 rekordverdächtig viele Menschen im Job ausgefallen. Der Krankenstand lag bundesweit bei 7,1 Prozent. Im Vorjahresmonat betrug er noch 5,6 Prozent. 

„Aufgrund der Zahlen vermuten wir, dass in der Pandemie-Hochphase viele Arbeitnehmer bei Corona-ähnlichen Symptomen zu Hause geblieben sind, um andere Menschen nicht zu gefährden“, sagt Thomas Große vom KKH-Serviceteam in Meißen. Bezeichnend: Mit zunehmender Lockerung der Corona-Regeln sank auch der Krankenstand wieder deutlich, im Mai und Juni war er sogar etwas niedriger als in den Vorjahresmonaten.

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© Gesundheitsamt Meißen
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In der Corona-Krise ist zudem die Zahl der psychischen Erkrankungen deutlich gestiegen. Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnet die KKH diesbezüglich rund 26.700 Fälle von Krankmeldungen, im Vorjahreszeitraum waren es noch rund 14.600. Das ist ein Plus von rund 80 Prozent.

 „Es ist denkbar“, sagt Thomas Große, „dass viele Menschen aufgrund von Existenzängsten durch Jobverlust und Kurzarbeit, der Furcht vor dem neuen Virus und den damit einhergehenden Lebensveränderungen nicht zurechtkamen und deshalb bereits während der Pandemie einen Arzt aufsuchten.“

Neu Infizierte waren in Bulgarien

Gute Nachrichten kommen am Montag aus der Pressestelle des Meißner Landratsamtes. Im Landkreis Meißen gibt es unverändert 245 positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestete Personen. Von diesen befinden sich drei Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. 

Außerdem halten sich drei Kontaktpersonen von positiven Fällen in Quarantäne auf. Unabhängig vom Status der Quarantäne ist aktuell keine Person stationär aufgenommen. 20 Personen sind insgesamt verstorben.

Einen Anstieg der Corona-Fälle muss dagegen der Landkreis Mittelsachsen zu Wochenbeginn verzeichnen. Dort sind zwei weitere Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Sie kommen aus dem Altkreis Mittweida.

Beide sind Reiserückkehrer aus Bulgarien. "Damit sind bisher 308 Personen im Landkreis positiv auf das Virus getestet worden", erklärt Pressesprecher André Kaiser. Die Zahl für den Altkreis Mittweida hat sich auf 83 Personen erhöht, ist aber trotzdem noch die niedrigste in Mittelsachsen. In der Region Döbeln wurden 88 Menschen nachweislich infiziert und in Freiberg 137. (SZ)

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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