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Meißner Kitas im Internet schwer zu finden

Die Kindergärten der Trägervereine sind nur spärlich im Internet vertreten. Die Stadt hat es ganz versäumt, ihre Kitas im Netz zu präsentieren.

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Die junge Mama Sonja aus Meißen hat sich kürzlich auf die Suche nach einem Kindergartenplatz für ihre dreijährige Tochter gemacht. Da Mama Sonja selbständig ist und wenig Zeit hat, wollte sie sich im Internet über Profile und Angebote der unterschiedlichen Kitas informieren. Groß war ihre Enttäuschung allerdings, als im Internet kaum etwas über die Einrichtungen zu finden war. „Mich hätte einfach interessiert, wie viele Plätze die einzelnen Kitas haben. Worauf sie besonderen Wert legen und was an Kosten anfällt“, sagt Sonja. Über diese wichtigen Punkte seien allerdings keine Informationen zu erhalten gewesen.

Bei der Stadt ist das Problem noch nicht bekannt. Rathaus-Sprecherin Inga Skambraks bedankte sich bei der SZ für den Hinweis, dass die städtischen Kindertagesstätten auf der Homepage der Stadt Meißen lediglich mit Adresse und Telefonnummer aufgelistet sind. Sie räumt ein, dass die Stadt versäumt habe, ihre Kitas ausführlich im Internet zu präsentieren. Informationen seien aber in dem Familienratgeber enthalten, der im Bürgerbüro ausliegt. „Darin werden die einzelnen Kindertagesstätten ausführlich vorgestellt“, so Inga Skambraks. Nach Angaben der Pressesprecherin werde die offizielle Internetseite der Stadt Meißen gerade überarbeitet. So könne der Hinweis auf die fehlende Internetpräsentation der Kitas berücksichtigt und noch dieses Jahr umgesetzt werden. Als Vorbild empfiehlt sich die Stadt Radebeul. Auf ihrer offiziellen Internetseite stellt sie alle Kitas vor und gibt suchenden Eltern wie Sonja einen guten Überblick.

Bei den Trägervereinen fallen die Internetauftritte von Träger zu Träger unterschiedlich aus. Während über den Kindergarten der AWO Kinder- und Jugendhilfe GmbH keine Informationen im Netz zu finden sind, fällt die Kita-Internetpräsenz des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Dresden-Land e.V. spärlich aus. Angebote werden auf den offiziellen Seiten der Verbände zwar genannt, es fehlen jedoch wichtige Informationen zur Anzahl der Plätze oder zum Essensanbieter und Ernährungsrichtlinien.

Ausnahmen bilden der Ökumenische Kindergarten oder das Franziskus-Kinderhaus des katholischen Pfarramtes. Die Seiten dieser beiden Kindertagesstätten sind repräsentativ und ausführlich gestaltet und wecken so das Interesse der jungen Eltern.

Die Lebenshilfe e.V. und die Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen e.V. stellen ihre Kitas kurz vor. Bei der Ausführlichkeit der Informationen und der Gestaltung der Internetseiten besteht aber noch Nachholbedarf. Johanna Becker